Ort der Solidarität und des Lernens
20 Jahre ökumenischer Treff “Eine Welt” in Bad Lippspringe

VON KLAUS KARENFELD

Der Vorstand des ökumenischen Treffs "Eine Welt" konnte zahlreiche Gratulanten zum Jubiläum begrüßen (von links): Paul Kretschmer, Pfarrer Georg Kersting, Claudia Rupp, Marianne Hesse, Angelika Böhm, Hans-Jürgen Schaefer, Pfarrerin i. R. Christel Schuchardt und Bürgermeister Andreas Bee.  FOTO: KLAUS KARENFELD

Der Vorstand des ökumenischen Treffs “Eine Welt” konnte zahlreiche Gratulanten zum Jubiläum begrüßen (von links): Paul Kretschmer, Pfarrer Georg Kersting, Claudia Rupp, Marianne Hesse, Angelika Böhm, Hans-Jürgen Schaefer, Pfarrerin i. R. Christel Schuchardt und Bürgermeister Andreas Bee.
FOTO: KLAUS KARENFELD

BAD LIPPSPRINGE – Der ökumenische Treff „Eine Welt“ in Bad Lippspringe hat Ende Mai sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Bürgermeister Andreas Bee spricht von einem „großartigen Jubiläum“. „Die Zusammenarbeit der Religionen wird in Bad Lippspringe vorbildlich gepflegt“, so der Bürgermeister.
Zur 20-Jahrfeier hatte der Ökumene-Treff Helfer und Wegbegleiter zu einer kleinen Feierstunde in das evangelische Gemeindezentrum eingeladen. Gründungsmitglied Marianne Hesse erinnerte zunächst an die Anfänge: Am 21. Oktober 1999 schlug die Geburtsstunde des ökumenischen Treffs. Auf der Gründungsversammlung wurde Pfarrer i.R. Norbert Römpler zum ersten Vorsitzenden gewählt. „An seiner Hand lernte das Kind schnell laufen“, berichtete Marianne Hesse. Ein Ladenlokal in der Arminiusstraße 22a (Fußgängerzone, nahe Kurpark) war zu diesem Zeitpunkt bereits angemietet. Wenig später lief der Verkauf von fair gehandelten Produkten und Waren an. Der Ökumene-Treff Eine Welt ist bis heute aber auch Veranstaltungsort für interessante Vorträge – frei nach dem von Norbert Römpler ausgegebenen Motto: „Lernen ist Leben“.
Aus dem ökumenischen Treff sind neue Initiativen hervorgegangen. Zum Beispiel die Gruppe „Ihr und Wir“, die mit Unterstützung der Stadt jedes Jahr ein buntes Fest der Religionen veranstaltet. Aber das ist noch nicht alles: Seit der Landesgartenschau 2017 gibt es im weitläufigen Gelände einen Glaubensgarten, den sieben Konfessionen und Religionen mit Leben füllen.
Und was wahrscheinlich nicht allzu viele wissen: Alle zwei Jahre wird von Pfarrerin Antje Lütkemeier und Pfarrer Georg Kersting eine ökumenische Reise angeboten. Reiseziel vor wenigen Wochen war Armenien.
Lobende Worte fand auch Hans-Jürgen Schaefer: „In Bad Lippspringe wird die Ökumene täglich gelebt.“ Schaefer, der den örtlichen Arbeitskreis Fairtrade vertrat, zeigte sich darüber hinaus überzeugt: „Unser Eine-Welt-Laden hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Kur- und Badestadt 2014 offiziell 214. Fairtrade-Stadt in Deutschland wurde. Heute liegt die Zahl bereits bei etwa 600.“
Fairtrade-Produkte erfreuen sich Schaefer zufolge in Bad Lippspringe großer Beliebtheit – angefangen bei der BaLi-Stadtschokolade bis hin zum aromatischen Quellenkaffee Tatico aus Zentralamerika. Aber auch Schmuck, Kinderspielzeug und andere hübsche (Geschenk)Artikel sind im ökumenischen Treff Eine Welt erhältlich. Besucher sind auch herzlich willkommen für ein Gespräch bei einer Tasse Tee.

 

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