Erfolgreiche Bombenentschärfung in Paderborn
350 Menschen beim ersten ökumenischen Gottesdienst auf dem Schützenplatz

PADERBORN – Der Fund einer 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Paderborner Südstadt vor Ostern hatte die größte Evakuierung in der Nachkriegszeit der Stadt zur Folge: 26.000 Menschen, darunter Krankenhauspatienten und Altenheimbewohner, mussten am Tag der Bombenentschärfung, Sonntag, 8. April, tagsüber den aus Sicherheitsgründen gesperrten Stadtbezirk verlassen. Nachdem um 17.02 Uhr die erlösende Nachricht kam, dass die Bombe, die drei Zünder hatte, erfolgreich entschärft werden konnte, kehrten die Menschen nach und nach in ihre Wohnungen und Häuser sowie in die Einrichtungen zurück.
Weil die Bombenentschärfung am Sonntag stattfand, führte sie zu Veränderungen der Gottesdienste im von der Sperrung betroffenen Gebiet. Die Gottesdienste wurden bereits am Samstag gefeiert, darunter auch ein Gottesdienst mit Konfirmationen, oder sie fielen aus. Als neues Angebot wurde am Sonntag, 8. April, um 11.30 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst auf dem Schützenplatz in Paderborn mit Pfarrer Gunnar Grahl (Markus-Pfarrbezirk) und Dechant Benedikt Fischer (Dekanat Paderborn) eingeladen. Dies war der erste ökumenische Gottesdienst in der 190-jährigen Geschichte des Paderborner Schützenplatzes, berichtete das Westfälische Volksblatt Paderborn in der Ausgabe vom 9. April. 350 Menschen nahmen teil, baten um Gottes Beistand für den Tag der Evakuierung und beteten für Frieden. Wünsche und Sorgen konnten auf eine Stellwand geschrieben werden, die in die Fürbitten aufgenommen wurden.

Print Friendly