Start der Kampagne für mehr Pflegekräfte: „Sinn stiften“
40 Jahre Evangelische Senioreneinrichtung Martinstift

VON KLAUS KARENFELD

Zum 40-jährigen Jubiläum des Martinstifts wurden zahlreiche Mitarbeitende für langjährige Treue zum Haus geehrt. Einrichtungsleiterin Birgit Heckers (Mitte, ganz in weiß) startete jetzt die Kampagne „Sinn stiften“. FOTO: KLAUS KARENFELD

Zum 40-jährigen Jubiläum des Martinstifts wurden zahlreiche Mitarbeitende für langjährige Treue zum Haus geehrt. Einrichtungsleiterin Birgit Heckers (Mitte, ganz in weiß) startete jetzt die Kampagne „Sinn stiften“.
FOTO: KLAUS KARENFELD

BAD LIPPSPRINGE – Vor genau 40 Jahren wurde die evangelische Senioreneinrichtung Martinstift in Bad Lippspringe eröffnet. Zum Jubiläum hat Geschäftsführerin Birgit Heckers einen konkreten Wunsch: Wie andernorts sucht auch das Martinstift händeringend neue Pflegekräfte. Die jetzt gestartete Aktion „Sinn stiften“ richtet sich Heckers zufolge „speziell an die Mitarbeiter unseres Hauses und an alle, die es vielleicht werden wollen.“
Laut Bundesregierung fehlen aktuell etwa 25.000 Kranken- und Atenpfleger. Ein Allheilmittel gegen den Fachkräfte-Mangel gibt es Heckers zufolge nicht. Ihre besondere Hoffnung setzt sie konkret auf zwei Personengruppen: die Rückkehrer und die Berufseinsteiger.
Die Geschäftsführerin des Martinstifts gibt sich sicher: “Eine große Zahl ehemaliger Pflegekräfte würde in ihren erlernten Beruf zurückkehren, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen.”“Genauso wichtig sei es, Berufseinsteiger zu begeistern. „Pflegeberufe“, so Heckers, „müssen im Ansehen der Gesellschaft steigen, damit auch Jüngere den Wert erkennen.“ Leider werde der öffentliche Fokus zu häufig auf die Anstrengungen im Beruf gelegt. Heckers zufolge „wäre es besser, zu zeigen, wie interessant die Arbeit mit alten Menschen wirklich ist, medizinisch-fachlich, aber auch psychologisch und fürsorglich.“
In einem eigens gedrehten Video, das auf der Homepage des Hauses zu sehen ist, kommen einzelne Mitarbeiter des Martinstifts zu Wort – so genannte „Sinnstifter“ – ,die sich ihre Gedanken machen zu Beruf, Pflege und das Älterwerden im Besonderen.
Die neu gestartete Mitarbeiter-Kampagne trägt das Martinstift jetzt auch auf die Straße. Auf zwei neu angeschafften Fahrzeugen ist ab sofort die Aufschrift „Sinn stiften“ gut lesbar zu sehen.
Anlässlich der 40-Jahrfeier wurden auch einige langjährige Mitarbeiter besonders geehrt. Zehn Jahre für das Martinstift tätig sind: Scarlett Glau, Martina Höltring, Walter Pichler, Johann Belka, Nina Abrahams, Sanja Stevanovic, Nicola Kleefeldt-Lippert, Daniel Sydow, Claudia Weise und Emanuel Roy. Susanne Schwabe-Kremser ist dem Martinstift seit 20 Jahren verbunden und Nadeschda Hanemann seit 25 Jahren. Geehrt wurden auch Sonja Richtermeier, sie ist inzwischen 30 Jahre für das Seniorenzentrum tätig sowie Angelika Queren und Ulrike Adams, die dem Haus seit 35 Jahren die Treue halten. 1979, im Jahr der Eröffnung, wurde Maria Bühner Mitarbeiterin im Martinstift.
Weitere Informationen: www.ev-martinstift.de

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