ERFOLGSREZEPT Kooperation hilft Lücken im Chor zu schließen
60 Jahre Posaunenchor Bruchhausen

VON MARIANNE NOESKE

Die Aufführung von Max und Moritz durch den Posaunenchor Bruchhausen war ein voller Erfolg. FOTO: PC

Die Aufführung von Max und Moritz durch den Posaunenchor Bruchhausen war ein voller Erfolg. FOTO: PC

BRUCHHAUSEN – 60 Jahre Posaunenchor Bruchhausen, dieses Jubiläum wurde bereits im Juni (Pfingstmontag) rund um die evangelische Kirche in Bruchhausen (Kreis Höxter) mit einem Konzert und einem Gottesdienst gefeiert. Für das Konzert hat Diethelm Breker, der Leiter des Posaunenchors, ein lange gehegtes Projekt umgesetzt und die Geschichte von Max und Moritz fantasievoll und mitreißend vertont.
Ein Bänkelsängerpaar trug die Texte des Erzählers zur Gitarre vor. Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lempel, Onkel Fritz, der Zuckerbäcker und Bauer Mecke wurden von Mitgliedern und Freunden des Posaunenchors gesprochen. Die Bläserinnen und Bläser rahmten die Geschichte musikalisch ein und kommentierten mit ihren Instrumenten die Streiche. Auch die Bilder von Wilhelm Busch fehlten nicht, sie wurden per Beamer auf einer Leinwand gezeigt.
Dem Posaunenchor und seinem Leiter ist das Kunststück gelungen, seit 60 Jahren in einer kleinen Gemeinde – inzwischen Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Weser-Nethe Höxter – immer wieder Spielerinnen und Spieler zu gewinnen und zu halten. Wie überall ist das nicht leichter geworden. Aber hier werden die Lücken, die entstehen, wenn die jüngeren Bläserinnen und Bläser wegen der Ausbildung ihrer Heimatgemeinde den Rücken kehren, nicht akzeptiert. Alle Musikgruppen des Ortes werden eingebunden, um für dieses Problem eine Lösung zu finden und den Posaunenchor spielfähig zu erhalten. Eine Besonderheit in der Besetzung ist die Ergänzung durch Querflöten und Schlagzeug. „Möge der Chor zur Freude der Gemeinde noch lange bestehen“, wünschte sich Marianne Noeske, Beauftragte für die Bläserarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn.

 

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