PADERBORN (ekp/wels). „So eine große Resonanz hatten wir noch nicht“, gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt den Machern des Antirassismus-Kalenders 2012 am Donnerstagabend (10.11.), während der Ausstellungseröffnung im ‚Bilderbogen’, zu diesem Erfolg. Auf dem langen Flur vor dem Bürgermeisterbüro von Heinz Paus, der die Schirmherrschaft für dieses Antirassismus-Projekt sehr gerne übernommen hatte, drängten sich die Besucher. Diese wurden auch durch Lieder zum Thema, die die Folkgruppe Hörbar aus Wewelsburg vortrug, unterhalten.

Bis zum 2. Dezember sind die 12 ausdrucksstarken schwarz-weiß Bilder des Paderborner Fotografen Juan Zamalea in der Stadtverwaltung, Am Abdinghof 11, zu sehen: montags bis mittwochs 8 - 16 Uhr, donnerstags 8 - 18 Uhr, freitags 8 - 12 Uhr. „Die Ausstellung mit ihrem Dauerthema Rassismus bzw. Antirassismus wird bei den Besuchern Diskussionen auslösen“, war sich Honervogt sicher. Anschließend wandert die Ausstellung ins Kreismuseum Wewelsburg.

Über sechs Monate hatten sich sechs Jungs im Alter von 13 bis 16 Jahren aus den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg und Stadtheide mit dem Thema Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung auseinandergesetzt. Bei der Entwicklung des Kalenders wurden sie neben dem Fotografen Juan Zamalea von den Herausgebern begleitet, brachten aber auch viele eigene Ideen ein. Herausgeber sind drei evangelische Einrichtungen: die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. auf dem Kaukenberg mit Christina Vetter, der Kinder- und Jugendtreff „Arche“ im Matthäus-Bezirk am Rotheweg mit Kirsten Akerman und Swetlana Maurer sowie das Amt für Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn mit dem Leiter Volker Kohlschmidt.

Das Ergebnis ist überaus gelungen: Die phantasievollen Motive im A-3-Format mit Titeln wie Aneinander vorbei, Hinschauen, Mobbing, Mundtot oder Unterdrückung regen zum Nachdenken an.

Unterstützt wurde die Herausgabe des Kalenders mit Mitteln aus dem Jugendplan der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Volker Kohlschmidt erinnerte während der Eröffnung daran, dass es bereits im letzten Jahr das Projekt eines Antirassismus-Kalenders für 2011 gegeben hat, damals mit der Hauptschule Niederntudorf/Wewelsburg. „Um zu erfahren, was Rassismus bedeutet, brauchen wir nicht unbedingt auf die Rassenideologie des Nationalsozialismus zurückzublicken. Mobbing, Diskriminierung, Ausgrenzung, Gewalt sind nicht nur in der Schule an der Tagesordnung“, stellte Kohlschmidt fest. Überall existierten diese „Opfer“, die von anderen Jugendlichen auch so beschimpft würden: „Ey, du Opfer!“ „Rassismus ist kein Spaß, es ist ein ernstes Thema. Bringen wir es in die Menschheit rein!“, begründete Aaron Kojm, der selbst bereits Rassismus erfahren hat, sein Engagement und das der anderen Jugendlichen.

Für 8 Euro ist der Kalender, für 5 Euro das Postkartenset erhältlich: im Amt für Jugendarbeit des Kirchenkreises und bei der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., beide Klingender Straße 13, E-Mail: geisler@kkpb.de , Tel. 05251 / 5002-11; E-Mail: casson@diakonie-pbhx.de , Tel. 5002-35.

Weitere Verkaufsstellen sind u. a. das Sekretariat des Bürgermeisters, Am Abdinghof 11, Zimmer 2.13, die Stadtbibliothek Paderborn, Am Rothoborn 1, die Geschäftsstelle der Neuen Westfälischen, Gertrud-Gröninger-Straße 12, die Geschäftsstelle des Westfälischen Volksblattes, Rosenstraße 16, Jugendtreff Arche, Rotheweg 63 (Öffnungszeiten: Mo - Mi ab 16.00 Uhr).

 

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© Ev. Kirchenkreis Paderborn 30.11.11