Antirassismus-Kalender 2012 - Motive in Stadtverwaltung ausgestellt
Projekt von Kirchenkreis und Diakonie mit Fotograf Juan Zamalea und Jugendlichen

Eröffnung der Ausstellung mit den Motiven des Antirassismus-Kalenders 2012: (v .r.) Dieter Honervogt, stellv. Bürgermeister, Svetlana Maurer, Kirsten Akerman (beide „Arche“), Malte Pöhler, Volker Kohlschmidt (Ev. Kirchenkreis), Fotograf Juan Zamalea, Pascal Funke (vorne m. Kaelnder), Nico Kosellek, Florian Eickmeyer, Christine Vetter (Diakonie) und Aaron Kojm. Es fehlt Partick Canak. FOTO: EKP/HEIDE WELSLAU
Bilder von der Ausstellungseröffnung im "Bilderbogen". Fotos: Heide Welslau
PADERBORN (ekp/wels). „So eine große Resonanz hatten wir noch nicht“,
gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt den Machern des
Antirassismus-Kalenders 2012 am Donnerstagabend (10.11.), während der
Ausstellungseröffnung im ‚Bilderbogen’, zu diesem Erfolg. Auf dem langen Flur
vor dem Bürgermeisterbüro von Heinz Paus, der die Schirmherrschaft für dieses
Antirassismus-Projekt sehr gerne übernommen hatte, drängten sich die Besucher.
Diese wurden auch durch Lieder zum Thema, die die Folkgruppe Hörbar aus Wewelsburg vortrug, unterhalten.
Bis zum 2. Dezember sind die 12 ausdrucksstarken
schwarz-weiß Bilder des Paderborner Fotografen Juan Zamalea in der
Stadtverwaltung, Am Abdinghof 11, zu sehen: montags bis mittwochs 8 - 16 Uhr,
donnerstags 8 - 18 Uhr, freitags 8 - 12 Uhr. „Die Ausstellung mit ihrem
Dauerthema Rassismus bzw. Antirassismus wird bei den Besuchern Diskussionen
auslösen“, war sich Honervogt sicher. Anschließend wandert die Ausstellung ins
Kreismuseum Wewelsburg.
Über sechs Monate hatten sich sechs Jungs im Alter von 13 bis 16 Jahren aus den
Paderborner Stadtteilen Kaukenberg und Stadtheide mit dem Thema Vorurteile,
Diskriminierung und Ausgrenzung auseinandergesetzt. Bei der Entwicklung des
Kalenders wurden sie neben dem Fotografen Juan Zamalea von den Herausgebern
begleitet, brachten aber auch viele eigene Ideen ein. Herausgeber sind drei
evangelische Einrichtungen: die Integrationsagentur der Diakonie
Paderborn-Höxter e.V. auf dem Kaukenberg mit Christina Vetter, der Kinder- und
Jugendtreff „Arche“ im Matthäus-Bezirk am Rotheweg mit Kirsten Akerman und
Swetlana Maurer sowie das Amt für Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis
Paderborn mit dem Leiter Volker Kohlschmidt.
Das Ergebnis ist überaus gelungen: Die phantasievollen Motive im A-3-Format mit
Titeln wie Aneinander vorbei, Hinschauen, Mobbing, Mundtot oder Unterdrückung
regen zum Nachdenken an.
Unterstützt wurde die Herausgabe des Kalenders mit
Mitteln aus dem Jugendplan der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Volker Kohlschmidt erinnerte während der Eröffnung daran, dass es bereits im
letzten Jahr das Projekt eines Antirassismus-Kalenders für 2011 gegeben hat,
damals mit der Hauptschule Niederntudorf/Wewelsburg. „Um zu erfahren, was
Rassismus bedeutet, brauchen wir nicht unbedingt auf die Rassenideologie des
Nationalsozialismus zurückzublicken. Mobbing, Diskriminierung, Ausgrenzung,
Gewalt sind nicht nur in der Schule an der Tagesordnung“, stellte Kohlschmidt
fest. Überall existierten diese „Opfer“, die von anderen Jugendlichen auch so
beschimpft würden: „Ey, du Opfer!“ „Rassismus ist kein Spaß, es ist ein ernstes
Thema. Bringen wir es in die Menschheit rein!“, begründete Aaron Kojm, der
selbst bereits Rassismus erfahren hat, sein Engagement und das der anderen
Jugendlichen.
Für 8 Euro ist der Kalender, für 5 Euro das Postkartenset erhältlich: im Amt für
Jugendarbeit des Kirchenkreises und bei der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.,
beide Klingender Straße 13, E-Mail:
geisler@kkpb.de , Tel. 05251 / 5002-11; E-Mail:
casson@diakonie-pbhx.de , Tel.
5002-35.
Weitere Verkaufsstellen sind u. a. das Sekretariat des Bürgermeisters, Am
Abdinghof 11, Zimmer 2.13, die Stadtbibliothek Paderborn, Am Rothoborn 1, die
Geschäftsstelle der Neuen Westfälischen, Gertrud-Gröninger-Straße 12, die
Geschäftsstelle des Westfälischen Volksblattes, Rosenstraße 16,
Jugendtreff Arche, Rotheweg 63 (Öffnungszeiten: Mo - Mi ab
16.00 Uhr).
© Ev. Kirchenkreis Paderborn 30.11.11