Das Ausstellungsplakat zeigt eines der Motive aus dem Kalender. FOTO: JUAN ZAMALEA

Das Ausstellungsplakat zeigt eines der Motive aus dem Kalender. FOTO: JUAN ZAMALEA

Im Fotoatelier des Fotografen Juan Zamalea sind die 12 Motive für den Antirassismus-Kalender entstanden. Verschiedene Positionen wurden ausprobiert und umgesetzt.FOTOS: Projekt Antirassismus-Kalender
Im Fotoatelier des Fotografen Juan Zamalea sind die 12 Motive für den Antirassismus-Kalender entstanden. Verschiedene Positionen wurden ausprobiert und umgesetzt.FOTOS: Projekt Antirassismus-Kalender
Im Fotoatelier des Fotografen Juan Zamalea sind die 12 Motive für den Antirassismus-Kalender entstanden. Verschiedene Positionen wurden ausprobiert und umgesetzt.FOTOS: Projekt Antirassismus-Kalender
Im Fotoatelier des Fotografen Juan Zamalea sind die 12 Motive für den Antirassismus-Kalender entstanden. Verschiedene Positionen wurden ausprobiert und umgesetzt.FOTOS: Projekt Antirassismus-Kalender

Im Fotoatelier des Fotografen Juan Zamalea sind die 12 Motive für den Antirassismus-Kalender entstanden. Verschiedene Positionen wurden ausprobiert und umgesetzt.FOTOS: Projekt Antirassismus-Kalender


Weil der Verkauf des ersten Kalenders für 2011 so gut gelaufen ist, liegt die jetzige Auflage mit 500 Stück höher.

Für 8 Euro ist der Kalender (ab 11.11.) im Amt für Jugendarbeit des Kirchenkreises und bei der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., beide Klingender Straße 13, erhältlich:

E-Mail: geisler@kkpb.de , Tel. 05251 / 5002-11; E-Mail: casson@diakonie-pbhx.de , Tel. 5002-35.

Weitere Verkaufsstellen: das Sekretariat des Bürgermeisters, Am Abdinghof 11, Zimmer 2.13 und die Geschäftsstelle des Westfalen-Blattes, Rosenstraße 16.

Unterstützt wurde die Herausgabe des Kalenders mit Mitteln aus dem Jugendplan der Evangelischen Kirche von Westfalen.

KIRCHENKREIS/DIAKONIE – An diesem Abend ist wieder viel los im Fotoatelier IMPULS in der Schulstraße 16 im Paderborner Riemekeviertel. Die Teilnehmer und Macher des 2. Kalender-Projekts zum Thema „Antirassismus“ treffen sich hier bereits zum 5. Mal, um mit dem Fotografen Juan Zamalea weitere Kalendermotive aufzunehmen. An insgesamt sieben Abenden entstehen zahlreiche schwarz-weiß Fotografien. Die 12 besten sind für den Kalender 2012 im A-3-Format bestimmt. Die ausdrucksstarken Fotos tragen Titel wie Mundtot, Unterdrückung, Aneinander vorbei, Hinsehen oder SOS.

Die Schirmherrschaft für dieses Antirassismus-Projekt hat Paderborns Bürgermeister Heinz Paus sehr gerne übernommen. In der Stadtverwaltung, Am Abdinghof 11, werden die Motive des Kalenders in einer ersten Ausstellung im „Bilderbogen“ gezeigt. Zur Eröffnung am Donnerstag, 10. November, um 18 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Bis zum 2. Dezember ist die Ausstellung montags bis mittwochs, 8 bis 16 Uhr, donnerstags, 8 bis 18 Uhr und freitags, 8 bis 12 Uhr im „Bilderbogen“ zu sehen.

Als Volker Kohlschmidt, Leiter des Amtes für Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn, den aus Kuba stammenden Juan Zamalea fragte, ob er nach der Arbeit für den ersten Antirassismus-Kalender im letzten Jahr an einer Fortsetzung interessiert sei, erhielt er sofort eine Zusage. „Wegen meiner Hautfarbe ist mir die Problematik Rassismus immer nah. Gott sei Dank habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen in Deutschland gemacht“, so Zamalea, der 1997 nach Deutschland kam. Seit 2004 arbeitet er als selbstständiger Fotograf in Paderborn ( http://www.juanzamalea.de/ ). Der Mensch steht im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Teilnehmer des Kalenderprojekts sind diesmal sechs Paderborner im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Sie sind Besucher der Anlaufstelle „Unter dem Regenbogen“ der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. auf dem Kaukenberg und des Kinder- und Jugendtreffs „Arche“ im evangelischen Matthäus-Bezirk am Rotheweg.

Nahe gebracht wurde den Jungs das Thema Rassismus unter anderem durch eine Führung mit Volker Kohlschmidt, der auch Fachkraft für Rechtsextremismus ist, im Kreismuseum Wewelsburg mit seinen Zeugnissen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Kirsten Akermann, Swetlana Maurer (beide Arche) und Christina Vetter (Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.) haben mit den Jugendlichen zudem eine Umfrage in der Paderborner Innenstadt durchgeführt. „Was verbinden Sie mit Rassismus?“, wurden die Passanten gefragt. Dabei trugen die Jungen selbst gestaltete T-Shirts mit der Aufschrift „Anti-Rassismus – Ich bin gegen Rassismus“.

Die Ergebnisse flossen in die Diskussionen ein, die die Projektteilnehmer über die Kalendermotive führten. Eigene Erfahrungen mit Rassismus wie diskriminierende Äußerungen, Provokationen und kleinere Handgreiflichkeiten hatten die Jugendlichen zum Teil bereits selbst gemacht. „Auch Deutsche mit weißer Hautfarbe können Opfer von Rassismus sein“, weiß der 13-jährige Aaron. Der Grund dafür sei manchmal schlicht Langeweile, meint er. Alles andere als langweilig empfinden die Jugendlichen das freiwillige Kalender-Projekt. „Es ist cool, abwechslungsreich und macht Spaß“, so Nico Kosellek. Die übrigen Jungs stimmen zu. Pausen im Fotoatelier überbrücken sie durch Spielereien. Wenn Juan Zamalea zur Aufstellung für das nächste Bild ruft, sind sie sofort zur Stelle.

„Wir möchten mit dem Projekt bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für das Wahrnehmen von Rassismus schaffen“, nennt Swetlana Mauerer ein wichtiges Ziel. Auch viele Gespräche und Diskussionen hätten dazu beigetragen. Der neue Kalender wird ganz sicher auch wieder Wirkung zeigen.
 

Seite drucken       

© Ev. Kirchenkreis Paderborn 27.10.11