Mit „sehr gut“ abgeschnitten

Evangelischer Kindergarten ist Familienzentrum

Stolz auf das Familienzentrum: Pfarrerin Antje Lütkemeier und die Leiterin des Evangelischen Kindergartens, Kerstin Rohdenburg. Foto: Oliver Claes 

Stolz auf das Familienzentrum: Pfarrerin Antje Lütkemeier und die Leiterin des Evangelischen Kindergartens, Kerstin Rohdenburg. Foto: Oliver Claes

Bad Lippspringe (ekp). Grund zur Freude gibt es im Evangelischen Kindergarten Bad Lippspringe. Die Einrichtung, deren Träger die Evangelische Kirchengemeinde ist, wurde jetzt vom Land Nordrhein Westfalen als Familienzentrum zertifiziert – mit 43 von 48 möglichen Punkten und der Gütesiegelqualität „sehr gut“. „Das ist eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit, die hier im Kindergarten geleistet wird“, freut sich Pfarrerin Antje Lütkemeier über die Auszeichnung.

„Die Mitarbeiterinnen sind mit Leib und Seele dabei“, sagt Leiterin Kerstin Rohdenburg zu den Gründen für den Erfolg. Ende 2007 hatte sich der Evangelische Kindergarten als Familienzentrum beworben. Im August letzten Jahres kam die Zusage, dass er sich auf den Weg machen kann. Das nun verliehene Zertifikat ist vier Jahre gültig und wird danach überprüft.

Als Familienzentrum kooperiert der Evangelischen Kindergarten unter anderem mit der Kirchengemeinde und der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Die Gemeinde feiert Andachten und Gottesdienste im Kindergarten und organisiert Veranstaltungen zum Beispiel über das Thema Integration. Die Diakonie bietet Beratung zu Erziehungsfragen an. Weitere Kooperations-partner sind der Kreis Paderborn, eine Ergotherapeutin, ein Logopäde und eine Sprachlehrerin für Englisch.

Pläne für die Zukunft gibt es auch schon. „Wir werden die Tradition des Evangelischen Kindergartens fortsetzen, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern zu sehen, was als nächstes an der Reihe ist“, betont Pfarrerin Antje Lütkemeier. Dazu gehört, dass die Betreuung für Kinder unter drei Jahren (U 3)ausgebaut werden soll. „ Der Bedarf ist in Bad Lippspringe sehr groß“, so Lütkemeier. Dafür soll der Kindergarten durch einen Anbau erweitert werden. Auch Leiterin Kerstin Rohdenburg sieht Chancen in der U 3-Betreuung. „Unser Vorteil ist, dass wir integrativ arbeiten und eine Heilpädagogin im Haus haben. Die Kombination der Angebote bietet neue Möglichkeiten.“

Der Evangelische Kindergarten an der Templiner Allee betreut gegenwärtig 68 Kinder in drei Gruppen, darunter eine Gruppe mit vier U 3-Kindern und eine Gruppe mit drei Integrationskindern. Gemeinsam mit Leiterin Kerstin Rohdenburg arbeiten sieben Erzieherinnen, eine Heilpädagogin sowie eine Berufspraktikantin im Kindergarten. Gegründet wurde der Evangelische Kindergarten 1954. Vor 13 Jahren wurde zur heutigen Form an- und umgebaut.

Die Gruppenräume sind nach dem „Würzburger Modell“ von Professor Wolfgang Mahlke gestaltet. Auf einer zweiten Ebene gibt es als Einbauten aus Holz kleine Räume, in die sich die Kinder zum Spielen zurückziehen können. Außerdem verfügt jede Gruppe über einen weiteren Raum, der für Schwerpunkte wie zum Beispiel Musizieren oder Theaterspielen ausgestattet ist. Die Kinder können das ganze Haus bespielen und je nach Interesse zwischen den Gruppen wechseln.

 

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© Ev. Kirchenkreis Paderborn 10.09.09