Führungen durch SS-Dokumentation
mit Volker Kohlschmidt

KREISMUSEUM WEWELSBURG Ideologie und Terror der SS

Volker Kohlschmidt (Mitte) beginnt die Führung zum Thema „Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Wewelsburg“ auf dem Vorplatz der neuen SS-Dokumentation. FOTOS: WOLFGANG DZIERAN
Volker Kohlschmidt (Mitte) beginnt die Führung zum Thema „Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Wewelsburg“ auf dem Vorplatz der neuen SS-Dokumentation.
Die Wewelsburg in der heutigen Ansicht wurde 1603 bis 1609 errichtet. Sie ist eine der wenigen Burgen in Deutschland, die einen dreieckigen Grundriss aufweist. 1934 bis 1945 wurde die Burg von der SS genutzt und teilweise umgestaltet. In der Burg gibt es eine Jugendherberge und das Kreismuseum Wewelsburg. FOTOS: WOLFGANG DZIERAN
Die Wewelsburg
in der heutigen Ansicht wurde 1603 bis 1609 errichtet. Sie ist eine der wenigen Burgen in Deutschland, die einen dreieckigen Grundriss aufweist. 1934 bis 1945 wurde die Burg von der SS genutzt und teilweise umgestaltet. In der Burg gibt es eine Jugendherberge und das Kreismuseum Wewelsburg.

WEWELSBURG/KIRCHENKREIS (ekp/wels). Eine Neukonzeption der Ausstellung „Ideologie und Terror der SS“ ist seit April 2010 im umgebauten ehemaligen Wachhaus der Wewelsburg zu sehen. Bei den zahlreichen Besuchern hat sie bisher viel Anerkennung gefunden. Die Ausstellung ist Teil des Kreismuseums Wewelsburg im Kreis Paderborn bei Büren.

Der ehemalige Obergruppenführersaal mit dem Sonnenrad am Boden. „Das ’zwölfarmige Hakenkreuz’ ist ein wichtiges Ersatz- und Erkennungssymbol für die rechtsextreme und rechtsesoterische Szene“, so Volker Kohlschmidt. Der Raum ist heute bewusst mit farbenfrohen Sitzsäcken aufgelockert, um unerwünschte Nutzungen zu unterbinden. FOTOS: WOLFGANG DZIERAN
Der ehemalige Obergruppenführersaal mit dem Sonnenrad am Boden.
„Das ’zwölfarmige Hakenkreuz’ ist ein wichtiges Ersatz- und Erkennungssymbol für die rechtsextreme und rechtsesoterische Szene“, so Volker Kohlschmidt. Der Raum ist heute bewusst mit farbenfrohen Sitzsäcken aufgelockert, um unerwünschte Nutzungen zu unterbinden.
Vor den neuen Informationstafeln in der SS-Dokumentation im ehemaligen Wachhaus gibt Volker Kohlschmidt Auskunft über die Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes. FOTOS: WOLFGANG DZIERAN
Vor den neuen Informationstafeln
in der SS-Dokumentation im ehemaligen Wachhaus gibt Volker Kohlschmidt Auskunft über die Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes.

Erwachsenen- und Jugendgruppen (ab dem Konfirmandenalter) der Kirchengemeinden bietet der geschäftsführende Jugendreferent im Amt für Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Kohlschmidt, Führungen durch die neue SS-Dokumentation an. Kohlschmidt gehört zum Team der Mitarbeitenden im Kreismuseum. Er arbeitet außerdem ehrenamtlich im Vorstand „Gedenktag 2. April in Wewelsburg (Befreiungstag des KZ Niederhagen) – Verein wider das Vergessen und für Demokratie e.V.“ mit.

Für Führungen durch die SS-Dokumentation und Teile des Kreismuseums (besichtigt wird zum Beispiel der ehemalige Obergruppenführersaal mit dem so genannten Sonnenrad) veranschlagt Volker Kohlschmidt zweieinhalb bis drei Stunden. Zusätzlich bietet er Gruppen einen Dorfrundgang mit Besuch des ehemaligen Geländes des Konzentrationslagers Niederhagen an. Hier befindet sich seit dem Jahr 2000 das Mahnmal für die Opfer des nationalsozialistischen Terror-Regimes.

Zu den Spuren des Nationalsozialismus in Wewelsburg gehört auch die ehemalige Villa des SS-Architekten Hermann Bartels, die ebenfalls besichtigt werden kann. Das Gebäude ging 1957 in den Besitz der evangelischen Kirche über und wurde umbenannt in Paul-Schneider-Haus - nach dem christlichen Widerstandskämpfer (1897 – 1939), der mit einer Giftinjektion ermordet wurde. Unter seinem Dach sind Kirche und Gemeindehaus des Pfarrbezirks Wewelsburg der Evangelischen Kirchengemeinde Büren-Füstenberg.

Wenn Volker Kohlschmidt die Teilnehmer seiner Führungen nach einer Stärkung im neuen Burgcafés verabschiedet sind etwa viereinhalb Stunden vergangen. - Die Fotos, die beim Besuch der Bad Lippspringer Gemeindegruppe „Der letzte Do“ entstanden sind, geben einen Eindruck davon wieder, was Besucherinnen und Besucher erwartet. wels

 

Im Jahr 2000 konnte das Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers Niederhagen und des Nationalsozialismus in Wewelsburg endlich eingeweiht werden. Zu Verdanken ist das dem Engagement des Vereins „Gedenktag 2. April – Wider das Vergessen und für Demokratie“. FOTOS: WOLFGANG DZIERAN
Im Jahr 2000 konnte das Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers Niederhagen und des Nationalsozialismus in Wewelsburg endlich eingeweiht werden. Zu Verdanken ist das dem Engagement des Vereins „Gedenktag 2. April – Wider das Vergessen und für Demokratie“.
In der ehemaligen Villa Bartels werden seit 1957 Gottesdienste im Kirchsaal gefeiert.
In der ehemaligen Villa Bartels werden seit 1957 Gottesdienste im Kirchsaal gefeiert.

Im Obergeschoss des heutigen „Paul-Schneider-Hauses“ (evangelisches Gemeindehaus des Pfarrbezirks Wewelsburg der Evangelischen Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg) gibt es Gruppenräume, die für besondere Meditations- und Gebetsangebote genutzt werden. Zuständige Pfarrerin ist Friederike Schmalfuß.

Kontakt: Interessierte Gruppen wenden sich an das Amt für Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Tel. 05251 / 500210.

FOTOS: WOLFGANG DZIERAN

 

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