Tipps für gelingende Ehe und Partnerschaft
HOCHZEITSMESSE Gut gelaunte Paare informieren sich über kirchliche Trauung
Auf der Hochzeitsmesse am ökumenischen Stand der Kirchen: (v.l.) Anita Kaiser, Johannes Brüseke, Pfarrerin Britta Schwiete, Hartmut Kaiser, Oliver Claes, Pfarrerin Sabine Black.
PADERBORN (ekp/kbs). Damit Hochzeitsträume auch nach der Eheschließung lange
wahr bleiben, ist mehr als eine schöne Hochzeitsfeier nötig. Für den äußeren
Rahmen einer Vermählung gab die 3. Messe mit dem Namen „Hochzeitsträume“ am 8.
Januar im Schützenhof Paderborn mit 43 Ausstellern den rund 1500 Besuchern viele
Anregungen. Über die geistlich-seelische Dimension einer Partnerschaft und die
religiöse Grundlegung einer Eheschließung informierten insgesamt 14 Ehren- und
Hauptamtliche der katholischen und evangelischen Kirche am ökumenischen Stand
der Kirchen. Gleich nebenan gab das Standesamt der Stadt Paderborn Auskunft. Das
Erzbistum Paderborn mit der Katholischen Bildungsstätte Paderborn ist seit
Anfang an im Schützenhof dabei. Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn
beteiligte sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Hochzeitsmesse.
Am ökumenischen Stand gaben auf evangelischer Seite Pfarrerinnen und Pfarrer
Auskunft. Auf katholischer Seite waren es überwiegend Ehren- und Hauptamtliche,
die Ehevorbereitungskurse durchführen, in denen es vor allem um eine gelingende
Ehe und Partnerschaft geht. „Weil es viele konfessionsverbindende
Eheschließungen mit vielen Fragen der Beteiligten gibt (zum Beispiel: In welcher
Kirche kann die Trauung stattfinden?), ist ein ökumenischer Stand äußerst
sinnvoll. Bei der diesjährigen Premiere haben wir um die 300 Paare erreicht,
damit sind wir sehr zufrieden“, so Johannes Brüseke, Referent für
Religiös-Theologische Bildung in der Katholischen Bildungsstätte für
Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Paderborn (kbs).
„Möchten Sie einen Trauspruch ziehen?“, war eine der typischen Fragen, mit denen
die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Kirchen auf Paare zugingen. Darauf
folgte oft die Einladung zum Spiel, in dem es um die die Frage ging: „Was ist
entscheidend für eine gute Beziehung?“ Von den vier Antwortmöglichkeiten gab es
die meisten Stimmen für „Treue und Vertrauen“ sowie „Miteinander reden und
einander zuhören“.
Informationsmaterial wurde verteilt über Gestaltungsmöglichkeiten der
kirchlichen Trauung, Ansprechpartner in den Ortsgemeinden sowie Internetadressen
zur weiteren Recherche. Besonders hingewiesen wurde auf die
Ehevorbereitungskurse des Erzbistums in Hardehausen und Paderborn, die auch
evangelischen Paaren offen stehen. Monika Porrmann, Dozentin an der
Landvolkshochschule in Hardehausen, bietet einmal pro Jahr extra Kurse für Paare
aus der Landwirtschaft an. „Denn da wird in einen ganzen Hof eingeheiratet“, so
Porrmann.
Gunnar Wirth, evangelischer Gemeindepfarrer in der Region Höxter, freute sich
über die gut gelaunten Besucher der Hochzeitsmesse und persönliche Gespräche.
Eine seiner Fragen, die er Paaren stellte: „Was wollen Sie sich eigentlich
versprechen im Trauversprechen?“ Antje Lütkemeier, Pfarrerin in Bad Lippspringe,
erreichte die Frage nach einer gleichgeschlechtlichen Trauung. Möglich ist in
der Evangelischen Kirche von Westfalen für gleichgeschlechtliche Paare die
Segnung ihrer Partnerschaft. Karl-Ludwig Wendorff, Gemeindepfarrer aus Rimbeck,
ist es wichtig, Paaren den Druck zu nehmen, eine perfekte und pompöse Hochzeit
zu feiern. Sein Tipp: „Niemand sollte auf eine kirchliche Hochzeit verzichten,
weil er Angst hat, sich zu verschulden. Man kann eine Hochzeit auch als Mitbring-Party
organisieren.“ (Anm. d. Red.: Für die
kirchliche Trauung und den damit verbundenen Küster- und Organistendienst werden
keine Gebühren erhoben. Eine Kostenübernahme ist vorgesehen für besondere
Wünsche wie die Mitwirkung von Gesangssolisten oder besonderer Blumenschmuck.)
Auf evangelischer Seite beteiligten sich folgende Pfarrerinnen und Pfarrer an
der Hochzeitsmesse: Sabine Black, Kathrin Susanne Elhaus, Gaby Hische-Richter,
Antje Lütkemeier, Britta Schwiete, Karl-Ludwig Wendorff und Gunnar Wirth. Die
Organisation lag in den Händen der Öffentlichkeitsreferenten des Evangelischen
Kirchenkreises Paderborn, Dr. Oliver Claes und Heide Welslau, und - auf
katholischer Seite - des kbs-Referenten für Religiös-Theologische Bildung,
Johannes Brüseke.
FOTOS: HEIDE WELSLAU
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© Ev. Kirchenkreis Paderborn 11.01.12