Interreligiöser Kalender 2011
Buntes religiöses Leben rund um den Dom

Er ist bunt und steckt voller Informationen: Der erste
„Interreligiöse Kalender“ für Stadt und Kreis Paderborn ist jetzt
erschienen. Mehr als 80 wichtige Termine und Feiertage von sechs
Religionen finden sich in ihm wieder, ergänzt um die wichtigsten
Informationen über Aleviten- und Christentum, die Bahaí-Religion und
den Islam, Judentum und Sikh-Religion.
Die Häufung der vielen unterschiedlichen Termine in den
Kalenderspalten beweist, daas Paderborn in religiöser Sicht schon
längst eine weltoffene Stadt ist. Wer wissen will, wann der Ramadan
2011 beginnt, wann die jüdische Gemeinde Chanukka, das
Laubhüttenfest, und die Aleviten ihr Ashurefest feiern, die
Bahai-Religion den Märtyrertod ihres Gründers Bab begeht oder die
Sikhs zum Geburtstag von Guru Nanak Dev Ji zusammenkommen: All das
lässt sich jetzt im Interreligiösen Kalender problemlos nachschauen.
Der Kalender liefert die Adressen der Gemeinden sowie in der DIN A2
Ausgabe die wichtigsten Informationen zu den Religionen. Es gibt den
Kalender auch im handlichen A3-Format.
Herausgegeben wird der Interreligiöse Kalender von der
Integrationsagentur im Caritasverband Paderborn in Zusammenarbeit
mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften. Die Idee zu dem Werk
entstand während der „Interreligiösen Stadtrundfahrten“ in den
letzten Monaten. Bei diesen Treffen stellten die Religionsgruppen
ihren Glauben und ihre Gemeinden vor. „Der Kalender präsentiert
unsere gemeinsame Arbeit in der Öffentlichkeit“, findet Nafiz Yasar
von der Türkisch-islamischen Gemeinde zu Paderborn (DITIB). Tanja
Rubens, Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, stimmt ihm zu:
„Wir alle haben an diesem Kalender gearbeitet und sind zu einer
Übereinkunft gekommen.“
So ist in Stadt und Kreis Paderborn das gelungen, was im Großen oft
noch scheitert: Die Kommunikation zwischen den Religionen und
Kulturen. Die Menschen in der Region profitieren davon. Sie haben
einen neuen Kalender, der wirklich von allen genutzt werden kann –
egal welcher Religion. Und selbst wer für Religion nicht viel übrig
hat, darf sich über die weltoffenen und toleranten Bewohner freuen:
Rund um den Dom hat sich tatsächlich eine „multikulturelle“
religiöse Landschaft entwickelt, für die der Kalender als Wegweiser
dienen kann.
Bestellung: Caritas-Integrationsagentur, Tel.
05251/ 1221-0 oder
barjosef@caritas-pb.de
© Ev. Kirchenkreis Paderborn 03.01.11