Interreligiöse Stadtrundfahrt: Station in Bad Lippspringe
Evangelisches Kirchenjahr und die Lehren der Bahá`í
Gastgeber der Interreligiösen Stadtrundfahrt: Pfarrer Detlev Schuchardt (Ev. Kirchegemeinde Bad Lippspringe, hinten v. l.), Modjgan Bidardel (Bahá`í), Pfarrerin Antje Lütkemeier (Ev. Kirchengemeinde Bad Lippspringe) mit Organisator Hezni Barjosef (Caritas Paderborn) und dem Moderator des Abends, Markus Schmiegel (Referent beim Dekanat Paderborn, vorne l.). Foto: Jan Globacev
Bad Lippspringe – Die fünfte Paderborner Interreligiöse Stadtrundfahrt
führte dieses Mal nach Bad Lippspringe. Gastgeber waren die Evangelische
Kirchengemeinde und die Bahá`í-Religion. Vertreter der beiden Religionen
stellten ihren Glauben vor und standen anschließend bei Fragen Rede und
Antwort.
Den Anfang an diesem Abend machte Pfarrerin Antje Lütkemeier von der
Evangelischen Kirchengemeinde. Sie stellte ihren Vortrag in der
Evangelischen Kirche unter das Motto „Das Kirchenjahr in Bad Lippspringe“.
Anschaulich erklärte die Theologin die unterschiedlichen christlichen Feste
und kirchlichen Jahreszeiten im Kalenderjahr und wie diese in der Gemeinde
gefeiert werden. Nicht ohne Stolz berichtete Pfarrerin Lütkemeier auch von
den Konfirmationen, bei dem alleine in diesem Jahr 57 Jugendliche ihre
eigene Taufe bestätigten. „Im nächsten Jahr werden es nicht weniger sein“,
sagte sie. Auch Fragen aus dem Publikum zu dem modernen Kirchenraum und zu
den bunten Fenstern wurden beantwortet.
Nach einer kurzen Pause wechselten die mehr als 65 Teilnehmer in das
benachbarte Gemeindezentrum, in dem es mit der Vorstellung der Bahá`í-Religion
weiterging. Nach einer kurzen Andacht, wie sie bei den Bahá`í üblich sei mit
Musik und heiligen Texten, stellten Modjgan Bidardel und Ehemann Chahriar
ihren Glauben vor. „Weltweit gibt es rund 7 Millionen Bahá`í in 235
Ländern“, berichtete Modjgan Bidardel. Der Glaube an die Einheit Gottes, der
Religionen und der Menschen, sei ein wichtiger Punkt in den Lehren der
Bahá`í.
Seit November 2009 gibt es die Interreligiösen Stadtrundfahrten, so
Organisator, Hezni Barjosef von der Integrationsagentur im Caritas-Verband
Paderborn e.V. „Die Idee ist durch interessierte Bürger entstanden, die
immer wieder Fragen zu anderen Religionen gestellt haben. Wir haben unter
anderem schon das Judentum und den Islam näher kennen gelernt“, sagte
Barjosef. Die Ziele dieser Rundfahrten seien die Verständigung der
Religionen und der Abbau von Vorurteilen, aber auch Informationen aus erster
Hand von Vertretern der einzelnen Religionsgemeinschaften zu erhalten.
„Insgesamt sind sechs Stationen bei der Interreligiösen Stadtrundfahrt
vorgesehen. Sie führen durch Paderborn und durch einige Städte im
Kreisgebiet“, erläuterte Barjosef. Die nächste Interreligiöse Stadtrundfahrt
ist für den 6. Oktober geplant. Die Katholische Kirche und die Alleviten
stehen auf dem Programm.
Information: Hezni Barjosef, Tel. (05251) 122149;
E-Mail barjosef@caritas-pb.de
© Ev. Kirchenkreis Paderborn 05.07.10