Superintendentin Anke Schröder

Superintendentin Anke Schröder

PADERBORN – In einem ökumenischen Gottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in der Abdinghofkirche Paderborn hat die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Anke Schröder, Psalm 116 in den Mittelpunkt ihrer Predigt gestellt.

„Psalm 116 blickt zurück auf eine Todeserfahrung, die vergangen ist und doch weiterlebt in dem Menschen, der sie erfahren musste: Mich umfingen die Fesseln des Todes, mich befielen die Ängste der Unterwelt, mich trafen Bedrängnis und Kummer. Wer so etwas nicht selbst erlebt hat, kann diese Todesangst wohl nicht nachvollziehen. Solche Worte aber lassen erahnen, was Menschen ertragen, erduldet, erlitten haben in Konzentrationslagern, in Verstecken, in den Todeszellen der Nazis“, so Anke Schröder.

Die Superintendentin nannte in ihrer Predigt „die alten Gefahren und die hoffnungsvollen Entwicklungen“: Eine aktuelle Studie habe gezeigt, dass Antisemitismus in unserem Land immer noch weit verbreitet ist. Hoffnungsvoll sei das Erscheinen einer neuen jüdischen Zeitung in Deutschland und der Bau neuer Synagogen. “Wenn die Gläubigen, die sich dort versammeln, immer noch von der Polizei geschützt werden müssen, ist das eine Schande“, stellte Schröder fest.

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von Domkapitular Theodor Ahrens und von der Domkantorei. Eingeladen hatte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn.


Die ungekürzte Fassung der Predigt liegt als PDF zum Herunterladen vor.
 

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© Ev. Kirchenkreis Paderborn 27.01.12