Die Hoffnung ist der Traum der Kinder
Benefiz-Kalender von Claudia Bredt unterstützt „Stern der Hoffnung“
Christine Hartlieb

PADERBORN (ekp) – Ihr Sabbatjahr hat
Claudia Bredt aus dem Evangelischen Lukas-Bezirk in Paderborn genutzt, um viele
neue Erfahrungen zu sammeln – u. a. in Brasilien. In den Armenvierteln von Sao
Paulo hat sie viel Leid gesehen – aber auch Projekte, die Mut machen. Zum
Beispiel die vielfältigen Aktivitäten der Paderborner Initiative „Stern der
Hoffnung“. Die Sonderschullehrerin und Fachleiterin in der Lehrerausbildung
zögerte nicht, aktiv zu werden und die Hilfsprojekte, die sie in Sao Paulo
kennen lernte, auch mit einer Spendenaktion zu unterstützen.
Nun ist ihre Idee Realität geworden und das Ergebnis liegt vor: ein
Tischkalender im Format 21x17 cm, der selbstgemalte Bilder und Portraitfotos von
Kindern aus den Favelas von Sao Paulo zeigt. Sein Titel lautet; „Die Hoffnung
ist der Traum der Kinder, wenn sie wach sind.“
„Mir lag es am Herzen, einen fröhlichen Kalender zu gestalten, in dem die bunten
Träume der Kinder gezeigt werden und dennoch die Realität nicht verschwiegen
wird“, kommentiert Claudia Bredt. Die Gratwanderung ist gelungen: Knapp und
dennoch voller Respekt wird der Blick des Betrachters auf die Persönlichkeit der
Kinder, wie sie sich in Bildern, kurzen Aussagen und ihrem Ausdruck auf dem Foto
spiegelt, gelenkt. Die Realisation des Layouts übernahm die Magellan Marketing
GmbH, möglich wurde die Beauftragung durch freundliche Unterstützung der
Sparkasse Paderborn.
Der Erlös des Verkaufes ist für die Arbeit von Stern der Hoffnung bestimmt,
schließlich ist es für die Menschen in den Favelas von Sao Paulo aus eigener
Kraft kaum möglich, die Armut zu lindern: „In der Metropole Sao Paulo leben etwa
80 Prozent der Bevölkerung unter dem Existenzminimum“, weiß Claudia Bredt.
„Während im Zentrum der Stadt das Wirtschaftsleben expandiert, drängen sich in
den Randvierteln Familien auf engstem Raum. Oft sind sie ohne Arbeit und von
Krankheit, Drogen und Gewalt bedroht.“ Auch wenn der Staat die medizinische
Versorgung immer weiter verbessere, seien ehrenamtliche Unterstützung sowie
Hilfe zur Selbsthilfe unerlässlich.
Der Verein „Stern der Hoffnung – Aidshilfe international e.V.“ unterstützt u. a.
Häusliche Krankenpflege, die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und die
Begleitung zum Arzt und zu Behörden. Auch die sozialpädagogische Begleitung
nimmt einen immer größeren Raum ein. Während ihres sechswöchigen Aufenthaltes in
Sao Paulo besuchte Claudia Bredt die verschiedenen Hilfswerke von Stern der
Hoffnung und begleitete die Paderborner Krankenschwester Ingrid Köly-Hell bei
ihrer Arbeit. Auch Aktionsnachmittage für Kinder aus den Favelas hat sie
organisiert. Es wurde gespielt und gelacht, mit kleinen Zaubertricks konnten
Sprachbarrieren überwunden werden und schließlich wurde auch themenbezogen
gemalt – so entstand auch die Kalenderidee.
Der Kalender ist u. a. in den Eine-Welt-Läden Paderborn und Salzkotten, in den
Paderborner Buchhandlungen Linnemann und Halbig und bei „7Sachen“, Krumme Grube,
in der Buchhandlung Waltemode und im Ökumenischen Treff in Bad Lippspringe zum
Preis von 8,90 Euro erhältlich.
„Zum Besten der Kinder in Sao Paulo möchte
ich die gesamte Auflage von 1000 Stück an den Mann und an die Frau bringen“,
hofft Claudia Bredt, die für die Druckkosten privat in Vorkasse getreten ist.
„Aber ein ganz anderer wichtiger Aspekt ist dabei, dass die Kinder in den
Favelas erfahren: Wir sind etwas wert. Und dass auch sie bald den Kalender mit
ihren Werken in den Händen halten.“
Mehr Informationen:
www.sternderhoffnung.de