25.03.01

Lachen erwünscht

Klerikales Kabarett Kommando überzeugte

K 3, das Klerikale Kabarett Kommando, eröffnete in Bad Lippspringe die ökumenische Bibelwoche.

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Fotos: Copyright Klerikales Kabarett Kommando K3

Bad Lippspringe (-et). "Lachen ausdrücklich erwünscht", hieß es jetzt in der evangelischen Kirche in Bad Lippspringe, als "K 3" – das Klerikale Kabarett Kommando – mit seinem zweiten Programm "Blasswienie" Kirche(n) und ihr Umfeld zur Zielscheibe gut gemeinten Spottes machte. In dreizehn belachten und beklatschten Szenen lieferten (Jugendreferent) Thorsten Schröder und (Gemeindepädagoge) Michael Wohlfahrtt, beide aus Witten, den gut mitgehenden, gemeindlich Interessierten Beispiele, was in der Kirche "schief läuft: in der "Kinderstunde" mit der vorgetäuschten Sprache der Jüngeren und im Rollenspiel "Wie im richtigen Leben" zwischen Pfarrer(n) und Ehrenamtlichen, in dem Letztere immer die Letzten sind.

Schröder, mit stärkerer Mimik und Mut zu schrägen Tönen, begleitete sich auf der Gitarre. Wohlfahrt wandte sich in seinem Solo als Ruhrpott-Dialekt sprechender "Missionar zur Rettung des Ruhrgebiets" gegen Thesen eines "Kotzmonauten", dass seine Heimat eine Sintflut erleben könne. Das Publikum erlebte die beiden Kabarettisten als taperige Alte im Kampf mit der Friedhofsverwaltung, als "frische" Engel – ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher! – auf dem Weg zum Himmel, den sie sich beinahe im Vorurteile-Streit verbaut hätten, und als mit Denglisch im Netz zappe(l)nde Nachbarpastoren. Das Duo wurde nach etwas drögem Beginn immer lockerer und (auch bestens ausstaffiert) immer spielfreudiger, sodass der starke, auch rhythmische Schlussbeifall noch zu drei Zugaben führte – ein nachahmenswert munterer Auftakt zu einer (ökumenischen) Bibelwoche.

Weitere Informationen über K3 finden Sie auf der K3-Homepage http://www.kabarett-k3.de

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