Zuhören, reden, lachen und weinen

Kerstin Heibrock ist neue Kurseelsorgerin in Bad Lippspringe

Die Cecilienklinik ist neben der Martinusquelle der Hauptarbeitsplatz der neuen Kurseelsorgerin Kerstin Heibrock. Foto: ekp/Heide Welslau

Bad Lippspringe (ekp). Zuhören, reden, gemeinsam schweigen, beten, weinen und lachen, das alles gehört zu den Aufgaben von Pfarrerin Kerstin Heibrock (37). Seit Anfang April ist sie mit 75-prozentigem Dienstumfang neue Kurseelsorgerin in Bad Lippspringe. Ein offenes Ohr hat sie hier für die Ängste und Sorgen der Patientinnen und Patienten in der onkologischen Cecilienklinik, der Martinusquelle für Lungen- und Herzkranke und in der angeschlossenen Allergie- und Asthmaklinik.

Die Pfarrerin im Entsendungsdienst des evangelischen Kirchenkreises Paderborn ist Nachfolgerin von Gabriele Hische-Richter. Mit Ehemann Ludwig Sanders, Pfarrer in der Justizvollzugsanstalt Staumühle in Hövelhof, und den beiden Kindern (4 und 1 Jahr alt) wohnt Kerstin Heibrock in Bad Lippspringe.

Evangelische Theologie hat die gebürtige Bielefelderin in Bethel, Göttingen und Bochum studiert. Als Vikarin arbeitete Heibrock bis zum Jahr 2000 in Hagen, und blieb dort noch bis 2002 als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Haspe tätig.

In ihrer jetzigen Arbeitsstelle praktiziert die Theologin „Alltagsseelsorge“: Dort, wo die Patienten sich aufhalten - zum Beispiel in der Cafeteria -, kommt sie dazu. Zu Anderen geht sie gezielt aufs Zimmer, um Einzelgespräche zu führen. Gespräche führt Kerstin Heibrock auf Wunsch auch mit den Angehörigen und Mitarbeitern. Zu regelmäßigen Andachten - auch in der Teutoburgerwaldkilinik - wird die Pastorin bald einladen und im Sommer eine Fortbildung im Bereich Psycho-Onkologie absolvieren. Auch in den Gottesdiensten der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe wird sie als Predigerin zu hören sein.

Die Kurseelsorgerin möchte den Patienten vermitteln, dass auch „beschädigtes“ Leben seinen Wert hat und lebenswert ist. „Der Mensch muss nicht perfekt sein“, so Heibrock. In ihrem eigenen Leben vertraut die Pfarrerin auf die heilende Wirkung bestimmter Bibelworte, zum Beispiel Psalm 23, der die Gewissheit des Geborgenseins vermittelt. Er beginnt mit dem Satz: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

 

© Ev. Kirchenkreis Paderborn 29.04.03