„Wir brauchen das langfristige Ehrenamt“ – Aufruf der TelefonSeelsorge
Am 5.12. ist der internationale Tag des Ehrenamts

Stellten den Jahresbericht 2017 der Ökumenische Telefonseelsorge Paderborn vor: Leiterin Monika Krieg (rechts) und ihre Stellvertreterin, Pfarrerin Dorothea Wahle-Beer. FOTO: TS PADERBORN

Machen sich stark fürs langfristige Ehrenamt: Leiterin und Diplom-Theologin Monika Krieg (rechts) und ihre Stellvertreterin, Pfarrerin Dorothea Wahle-Beer. FOTO: TS PADERBORN

PADERBORN – Zum internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember ruft die TelefonSeelsorge die Bevölkerung auf, sich auch künftig für langfristige Ehrenämter zu bewerben und damit der Gesellschaft Stabilität und Konstanz zu geben. „Das Ehrenamt ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft enorm wichtig und für Viele ein Ausdruck praktizierter Nächstenliebe. Diesen Zusammenhalt brauchen wir heute noch ebenso dringend, wie schon vor über 60 Jahren, als die TelefonSeelsorge gegründet wurde“, beschreibt Michael Hillenkamp (Sprecher der katholischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür) die Situation.
Die TelefonSeelsorge hat eine außergewöhnlich hohe Zahl an Ehrenamtlichen, die sich meist langjährig engagieren. „Engagement über viele Jahre oder gar Jahrzehnte ist automatisch an eine tiefe Verbundenheit gekoppelt, die vielen unserer Ehrenamtlichen Halt und Kraft gibt“, so die Vorsitzende der evangelischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür e.V., Dorothee Herfurth-Rogge. „Diese Treue zeigt, dass wir viel Wertschätzung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Das zeigt sich an der intensiven Ausbildung, die wir machen und an der durchgängigen Betreuung, die wir allen bieten.“
Die Leiterinnen der Telefonseelsorge Paderborn, Dipl. Theol. Monika Krieg und Pfarrerin Dorothea Wahle-Beer, können diese Rückmeldung nur bestätigen: „Aus- und Fortbildung sind für die Mitarbeitenden von nachhaltiger Bedeutung. Daher bilden wir jährlich aus. Wir sichern damit Kontinuität, stärken die Mitarbeiter-Gemeinschaft und stellen uns den zukünftigen Herausforderungen, besonders im weiteren Aufbau der Onlineseelsorge.“

Studie zeigt, dass „Freude an der Arbeit“ besonders wichtig ist

Die Gründe für die hohe Motivation wurden in einer aktuellen Studie des Faches Soziale Arbeit der Universität Duisburg-Essen untersucht. Die Freude an der Arbeit (93,6% der Befragten) und der Wunsch anderen zu helfen, motiviert Ehrenamtliche besonders stark (92,3%). Ebenfalls sehr wichtig ist allen Ehrenamtlichen, ernst und angenommen zu werden (jeweils über 90% Zustimmung). Lob und Anerkennung sind besonders durch jene wichtig, die mit der ehrenamtlichen Arbeit unterstützt werden (78,7%).  „Viele Menschen, die uns kontaktieren, sagen ganz unvermittelt, dass ihnen das Gespräch gut getan hat“, führt Hillenkamp aus. „Das ist natürlich eine tolle Motivation.“
Die TelefonSeelsorge hat 104 Stellen in Deutschland mit mehr als 7.500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Paderborn ist die Telefonseelsorge mit rund 70 Ehrenamtlichen am Telefon sowie in Mail- und Chatseelsorge aktiv. Der nächste Ausbildungskurs beginnt im Herbst 2020. Interessierte können sich bereits jetzt bei der Geschäftsstelle unter der Rufnummer 05251/201710 melden.

Die TelefonSeelsorge

Als eine der ersten Suizidpräventionsmaßnahmen des Landes wurde die Telefon-Seelsorge 1956 gegründet. Um den Zugang möglichst vielen Menschen zu ermögli-chen, steht sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit. Die Paderborner Tele-fonseelsorge besteht seit 1986. Unter den bundesweit einheitlichen Rufnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 und unter www.telefonseelsorge.de ist sie gebüh-renfrei telefonisch und per Mail und Chat erreichbar. 2018 wurden 7622 Gespräche und 111 Chats geführt sowie mit 133 Ratsuchenden 346 Mails gewechselt.

Die zugrundeliegende Studie der Universität Duisburg-Essen: 

„Ehrenamt – was fördert langfristiges Engagement?“, Projektbericht im Studiengang Soziale Arbeit, vorgelegt von Ruth Brinkmann und Bianca Löher, März 2019

(für nähere Informationen oder Einsichten können Sie sich wenden an: presse@telefonseelsorge.de).

 

 

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