Synagogen in Deutschland
AUSSTELLUNG Virtuelle Rekonstruktion im Stadtmuseum Paderborn

Vor der Ausstellungseröffnung: (v.l.): Wladimir Verlinsky, Jüdische Kultusgemeinde Paderborn, Monika Schrader-Bewermeier, Christlich-Jüdische Gesellschaft, Andreas Brodowski und Verena Koch, beide vom Amt für Vermessung und Geoinformation, Dr. Andreas Neuwöhner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums sowie Dr. Marc Grellert, Kurator der Ausstellung. FOTO: JOANNA BECKER/STADT PB

Vor der Ausstellungseröffnung: (v.l.): Wladimir Verlinsky, Jüdische Kultusgemeinde Paderborn, Monika Schrader-Bewermeier, Christlich-Jüdische Gesellschaft, Andreas Brodowski und Verena Koch, beide vom Amt für Vermessung und Geoinformation, Dr. Andreas Neuwöhner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums, sowie Dr. Marc Grellert, Kurator der Ausstellung.
FOTO: JOANNA BECKER/STADT PB

PADERBORN – Das Paderborner Stadtmuseum zeigt bis zum 30. Juni die Ausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“. Im Zentrum der Ausstellung stehen 17 rekonstruierte Synagogen aus ganz Deutschland. Hinzu kommt ganz aktuell die Paderborner Synagoge, die für das Stadtmuseum rekonstruiert wurde und erstmals als 3 D Architekturmodell gezeigt wird.
Weit über die Hälfte der etwa 2.800 Synagogen in Deutschland wurden in der Pogromnacht am 9. und 10. November 1938 für immer zerstört – niedergebrannt, ausgeplündert und in den folgenden Monaten abgerissen. Von der einstigen Pracht und baukulturellen Vielfalt blieben oft nur Fotografien, Zeichnungen und die Erinnerungen der Menschen. Doch diese sind mehr und mehr verblasst und schwinden mit den letzten Zeitzeugen. Kann eine virtuelle Rekonstruktion die imposanten Synagogen wieder in das Bewusstsein der Menschen bringen? Vielleicht sogar zu einem tieferen Verständnis der jüdischen Kultur in Deutschland führen?
All diese Fragen werden in drei Bereichen der Ausstellung beantwortet. Eingeleitet wird die Ausstellung durch den Bereich „Wahrnehmung“, der die zunehmende Ausgrenzung der deutschen Juden 1933–1938 darstellt. Anschließend gelangt man in den Bereich „Eskalation“. Nach einer kurzen Information über die Geschichte jüdischer Sakralbauten betreten die Besucher den Hauptbereich „Rekonstruktion“. „Wir haben auf der einen Seite die Werkstattatmosphäre, auf der anderen Seite das fertige Ergebnis“, berichtet Dr. Marc Grellert, Kurator der Ausstellung. IP
Weitere Informationen: www.paderborn.de/microsite/stadtmuseum/

 

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