Ein Mörder aus Detmold

PADERBORN – Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V. lädt gemeinsam mit IRUM (Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit), Am Stadelhof 10, Paderborn, zur nächsten öffentlichen Veranstaltung ein: Am Dienstag, 19. Juni, um 19.30 Uhr spricht im IRUM Dr. Bärbel Sunderbrink (Stadtarchiv Detmold) über NS-Täter. Ihr Vortrag „Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto“ zeichnet den Lebensweg von Jürgen Stroop nach. Als Katasterbeamte machte der gebürtige Detmolder in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Warschauer Ghettos gehört zu den grausamsten Zeugnissen eines NS-Verbrechers. Stroop wurde durch ein polnisches Gericht zum Tode verurteilt und 1952 hingerichtet. An seine Taten erinnern Museen und Gedenkstätten in den USA, Polen und Israel.

Print Friendly