Mittendrin
Endlich Ferien!

Von Pfarrer Dr. Eckhard Düker

Pfarrer Dr. Eckhard Düker

Pfarrer Dr. Eckhard Düker

Endlich Ferien! Mit diesem Gefühl beginnen für Schüler, Lehrer und viele Familien die bevorstehenden Sommerferien. Für die meisten sind es die großen Ferien zwischen den Schuljahren, für manche beginnt nach den Ferien ein neuer Lebensabschnitt: für die Kinder der Wechsel in die Grundschule oder in eine weiterführende Schule, für die Abiturienten der Übergang ins Studium oder in ein freiwilliges soziales Jahr und für einige Lehrer ist es der Wechsel in den Ruhestand. Immer ist es ein Einschnitt, eine Zäsur, eine Wegmarkierung.

Das Wort „Ferien“ stammt aus dem Lateinischen: „feriae“ sind die Fest- und Feiertage. Sie unterbrechen unseren Alltag. Solche Tage brauchen wir, um das Vergangene in uns nachwirken zu lassen und uns für die neuen Aufgaben zu stärken. In jeder Woche ist ein solcher „Ferientag“ für uns reserviert, der Sonntag. Und darauf ruht der Segen Gottes, wenn wir ihn richtig nutzen.

„Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ (1. Mose 1, Vers 3) Fest- und Feiertage, Ferien vom Alltag, sind ein besonderes Geschenk an uns Menschen. Sie geben uns die Chance zur Erholung und zur Besinnung, aber auch zur Entdeckung neuer Landschaften, Perspektiven und Menschen, zum Auftanken für Körper und Seele. Manche Urlauber nutzen die Gelegenheit, um am Ferienort andere Gottesdienste zu erleben. Wer mit den Ferien einen neuen Lebensabschnitt beginnt, mag sich an das Wort des Philosophen Senecas halten: „Fange jetzt an zu leben und zähle jeden Tag als ein Leben für sich.“ Freuen wir uns auf die Ferien, auf die kleinen und großen Fest- und Feiertage unseres Lebens.

Dr. Eckhard Düker ist Gemeindepfarrer im Abdinghof-Bezirk der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn.

Der Beitrag ist in der Kolumne „Mittendrin“ im Westfälischen Volksblatt Paderborn am 14. Juli veröffentlicht.

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