Evangelische Frauenhilfe tagte vier Tage in Bad Driburg

Jahresthema: Globalisierung und Schöpfungsverantwortung

VON HELGA BECKER

Gruppenbild der Tagung der Evangelischen Frauenhilfe zum Jahresthema 2020. FOTO: ASTRID TIMERBERG

Gruppenbild der Tagung der Evangelischen Frauenhilfe zum Jahresthema 2020. FOTO: ASTRID TIMMERBERG

BAD DRIBURG – Globalisierung und Schöpfungsverantwortung, so lautete der Titel der diesjährigen Jahresthematagung der Evangelischen Frauenhilfe in Bad Driburg. Vier Tage lang richteten die Teilnehmerinnen mit Referentin Mona Kuntze ihren Blick darauf, wie sich die Globalisierung auf  ihre eigenen Lebens-Zusam­men­hänge (Wohnen, Lebensmittel, Ernährung) auswirkt.
Zunächst ging es in der Vorstellungsrunde um das eigene Zuhause und den Raum, in dem sich jede am liebsten aufhält. Mit der bekannten Janosch-Geschichte „Oh, wie schön ist Panama“ stand dann das Thema „Freundschaft“ im Mittelpunkt. In Gruppen­-Gesprächen wurde festgestellt, wie schön das eigene Zuhause ist und wie wertvoll Freundschaft.
Die morgendlichen Andachten befassten sich mit dem Hungertuch von Misereor „Mensch, wo bist du?“ von Uwe Appold. Anschließend ging es mit der Bibelarbeit zu 1.Mose 1, dem Schöpfungsbericht, weiter. Am Ende steht die Botschaft, wie gut es ist, auf dieser Welt im Einklang mit Mensch, Natur und Tier zu leben. Die Teilnehmerinnen suchten nach Möglich­keiten, was sie dazu beitragen können. Gute und stärkende Erfahrungen waren es, Gottes Segen zu erhalten und zu lernen, den 7. Tag, an dem Gott ruht, zu genießen und es gut sein zu lassen.
An einem Tag ging es um den eigenen alltäglichen Plastikkonsum und die Auswirkungen für Menschen, Tiere und Umwelt. Möglichkeiten, Plastik im eigenen Umfeld zu reduzieren bzw. ganz darauf zu verzichten, wurden gesammelt.
Die biblische Wundergeschichte von der Speisung der Fünftausend war der Einstieg für eigene Wundergeschichten und das Thema Ernährung und „Globalisierung auf dem Teller“.
Mit dem Wort „GENUG“ gingen die Frauen den Aussagen auf die Spur „Mir reicht, was ich habe, ich habe genug zum Leben“, aber auch „Mir reicht’s, ich habe die Nase voll von etwas“. Über den Bibeltext 2. Mose 16, dem Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, entstanden Gedanken zu einer Ethik des Genug.
Zum Abschluss wurde ein Abendmahlsgottesdienst mit Pfarrerin i.R. Christel Schuchardt gefeiert.