Leben auf dem Zionsberg liegt in Gottes Hand
Drei Diakonissen feiern 25-jähriges Einsegnungsjubiläum
Morgens, mittags und abends läutet Schwester Marlis (Mitte) gerne die
Glocke zum Gebet. Mit Schwester Ellen (links) und Schwester Ursula (mit
Haushund Blascho) feierte sie jetzt das 25-jährige Einsegnungsjubiläum.
FOTO: HEIDE WELSLAU / EKP
SCHERFEDE-RIMBECK – „Es lohnt sich wirklich, mit Gott Wagnisse
einzugehen“, blickt Schwester Ursula Metz (65) auf die Veränderungen in
den letzten Jahrzehnten zurück. Das Mitglied der Diakonissenkommunität
Zionsberg in Rimbeck bei Warburg feierte jetzt mit ihren Mitschwestern
Ellen Schönbeck (73) und Marlis Bethlehem (63) 25-jähriges
Einsegnungsjubiläum. An dem festlichen Gottesdienst nahmen zahlreiche
Gäste und Freunde aus der Ökumene teil, darunter auch die Superintendentin
des Kirchenkreises Paderborn, Anke Schröder, sowie Kal-Ludwig Wendorff,
Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Scherfede-Rimbeck, und Ute
Wendorff, Pfarrerin in Warburg-Herlinghausen.
Die drei Diakonissen wurden 1979 in der Martinskapelle im benachbarten
Hardehausen gleichzeitig eingesegnet. Eine eigene Kapelle hatte die
neunköpfige Kommunität damals noch nicht. Es war eine Zeit des Umbruchs
und der geistlichen Neuorientierung: Vom Diakonissenmutterhaus erfolgte
der Wechsel zur 1971 als Verein neu gegründeten Kommunität auf dem
Zionsberg. Diese erhielt 1975 die ehemalige Pflegevorschule des
aufgelösten Vereins zur Förderung der evangelischen Diakonie in der
Diaspora. Spenden, ehrenamtliche Arbeit und Eigenleistung machten immer
wieder Um- und Neubauten sowie Renovierungen möglich.
Heute leben acht Schwestern, die Hälfte davon im Rentenalter, auf dem
Zionsberg. Das Stundengebet bestimmt den Tagesrhythmus. Einen Schwerpunkt
bildet die Arbeit im Gästehaus (24 Plätze) mit Gruppen und Einzelgästen
sowie das Angebot besonderer Einkehrtage. Auch mit dem Blick darauf, wie
weit ihre Kräfte reichen, haben die Schwestern in ihrem Sabbathjahr 2003
gemerkt, dass sie noch mehr Gewicht auf ihre Gemeinschaft legen wollen.
Eine Gruppe pro Woche ist im Gästehaus willkommen. Zuvor waren es bis zu
drei Gruppen wöchentlich. „Die Einkehrzeiten und die Begleitung von
Einzelnen möchten wir verstärken“, so Schwester Marlis, die vor kurzem
eine dreijährige Ausbildung zur Retraitleiterin beendet hat.
Verstärkung haben die Schwestern in letzter Zeit nicht durch neue
Diakonissen erhalten, sondern durch eine Dame aus dem Freundeskreis, die
in der Kommunität lebt. Außerdem ist eine junge Familie von Wilhelmshafen
in die Nachbarschaft gezogen. Das heutige Ehepaar lernte die besondere Atmosphäre auf dem
Zionsberg vor 20 Jahren während einer Konfirmandenfreizeit kennen. „So was
kann man gar nicht planen“, meint Schwester Ellen und sieht der Zukunft
mit Gottvertrauen entgegen. Mehr Informationen unter
www.zionsberg.de
wels
Weitere Bilder vom Zionsberg:
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Diakonissenkommunität Zionsberg |
Blick vom Zionsberg |
Der Garten der Kommunität |
Gebet |
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© Ev. Kirchenkreis Paderborn 25.08.04