Wiedereröffnung nach Umbau am 6. Oktober
Gottesdienst, Gemeindefest und Konzert in der Immanuel-Kirche

Hell und einladend: Presbyteriumsvorsitzender Jürgen Engelmann (v. l.), Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter und Pfarrer Claus-Jürgen Reihs stehen in der umgebauten Immanuel-Kirche. Vor der leicht geschwungenen Rückwand unter dem Fenster des Glaskünstlers Günter Grohs werden zukünftig der Altar, das Taufbecken und der Ambo (Lesepult) ihren Platz haben. Foto: EKP/Oliver Claes

Hell und einladend: Presbyteriumsvorsitzender Jürgen Engelmann (v. l.), Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter und Pfarrer Claus-Jürgen Reihs stehen in der umgebauten Immanuel-Kirche. Vor der leicht geschwungenen Rückwand unter dem Fenster des Glaskünstlers Günter Grohs werden zukünftig der Altar, das Taufbecken und der Ambo (Lesepult) ihren Platz haben.
Foto: EKP/Oliver Claes

Bad Wünnenberg (ekp). „Wir sind zufrieden, dankbar und glücklich über die Qualität des Gebäudes“, sind sich der Vorsitzende des Presbyteriums, Jürgen Engelmann, Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter und Pfarrer Claus-Jürgen Reihs einig. Nach zweijähriger Umbauzeit kann die Evangelische Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg die Immanuel-Kirche Bad Wünnenberg, In den Erlen 12, und die angrenzenden Gemeinderäume wieder eröffnen.

Gefeiert wird die Wiedereröffnung am Erntedankfest, Sonntag, 6. Oktober, um 10 Uhr in der neu gestalteten Kirche mit einem zentralen Abendmahls-Gottesdienst für die ganze Gemeinde, an dem auch der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, teilnimmt. Ein Festakt (ab 11.15 Uhr) und ein Gemeindefest rund um den Kirchturm (ab 12 Uhr) mit Spiel und Spaß sowie Kaffeetrinken schließen sich an. Um 18 Uhr findet in der Kirche das Konzert „Lux Aeterna“ für Violine, Orgel und kleines Schlaginstrumentarium mit dem Tamigu-Trio (Wuppertal) statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

„Wir wollten nicht nur etwas wieder herrichten. Wir wollten einen neuen geistlichen Aufbruch und einen neuen Impuls für die Gemeinde“, sagt Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter. Kirche und Gemeinderäume wurden deutlich verändert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. In der Kirche wurde die Blickrichtung neu nach Osten ausgerichtet. „Das ist liturgisch sinnvoll“, erklärt die Pfarrerin. Die Giebelwand wurde zudem neu verglast. Unter dem Fenster des Glaskünstlers Günter Grohs (Wernigerode) werden vor einer leicht geschwungenen Rückwand zukünftig der Altar, das Taufbecken und der Ambo (Lesepult) ihren Platz haben. Diese Prinzipalstücke stammen aus dem Kirchhaus in Fürstenberg und schaffen eine Verbindung zu dem ehemaligen Standort, den die Gemeinde aufgegeben hat.

„Beim neuen Fenster bestimmt das Kreuz weiterhin die Struktur“, sagt Pfarrer Claus-Jürgen Reihs. Das Thema des Fensters lautet „Immanuel“ (der hebräische Name des Messias, der ins Griechische übersetzt „Jesus“ lautet und „Gott mit uns“ bedeutet). „Das Fenster ist abstrakt und bietet dem Betrachter viele Möglichkeiten, auf Entdeckungsreise zu gehen und sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen“, so Pfarrer Reihs. Außerdem sei im Kreuz abstrakt der Gekreuzigte zu entdecken. „Es ist ein geistliches Fenster und ein Stück Offenbarung“, betont Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter. Hergestellt wurden die Glasscheiben in der Glasmalerei Peters (Paderborn). „Sie bestehen aus mehreren Schichten und haben eine Struktur, die das Licht bricht und dämpft“, erklärt Jürgen Engelmann.

Darüber hinaus erhielt der Innenraum der Kirche einen hellen Anstrich, das Dach und die Seitenwände wurden gedämmt, neue Heizkörper eingebaut und ein neuer Fußboden verlegt. Freuen dürfen sich die Besucher auch auf eine neue digitale Orgel, neue Stühle und neue Beleuchtung. In einem rund 80 Quadratmeter großen Anbau finden das Amtszimmer des Ortspfarrers, ein Gruppenraum, ein barrierefreies WC und ein Stuhllager Platz. Der Gruppenraum schließt mit einer flexiblen Trennwand an die Kirche an, so dass diese für größere Gottesdienste erweitert werden kann. Betreten wird die Kirche nun durch einen zentralen Eingang im Gemeindehaus. „Es ist ein helles und einladendes Foyer entstanden“, freut sich Jürgen Engelmann. Genutzt werden sollen die Räumlichkeiten auch für Musik und Theater. Auch geistliche und spirituelle Veranstaltungen weiterer Anbieter sind möglich.

Die beiden bestehenden Gruppenräume im Gemeindehaus bekamen neue Heizkörper, einen neuen Fußboden, neue Beleuchtung, eine bessere Akustik und einen frischen Anstrich. Auch die kleine Küche und die Toiletten wurden erneuert. Gekostet haben die Baumaßnahmen (ohne das künstlerische Fenster) rund 500.000 Euro, die aus dem Verkauf des Kirchhauses in Fürstenberg und durch einen Zuschuss der Finanzgemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn finanziert wurden. Für das Glasfenster in der Kirche setzt die Kirchengemeinde eigene Mittel und Spenden ein. Weitere Spenden für das Fenster werden noch gebraucht und sind willkommen.

Der Dank der Kirchengemeinde gilt dem Kirchenkreis Paderborn für die finanzielle Unterstützung, den Spendern, Bauingenieur Christoph Trapp für die Planung und Leitung des Umbaus, allen Gemeindegliedern für ihre Geduld und der katholischen Kirchengemeinde für die Gastfreundschaft während der Umbauphase.

Die Evangelische Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg zählt knapp 6.000 Gemeindeglieder, und hat zwei Pfarrstellen. Sie gliedert sich in zwei Seelsorgebezirke mit den Standorten Bad Wünnenberg, Büren und Wewelsburg.

 

 

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