Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz
Kundgebung und Konzert: Demokratie leben

Statement: Superintendent Volker Neuhoff betonte beim Demokratiefest auf dem Paderborner Marktplatz die Bedeutung von ethischer Verantwortung in Staat und Gesellschaft. Foto: EKP/Heide Welslau

Statement: Superintendent Volker Neuhoff betonte beim Demokratiefest auf dem Paderborner Marktplatz die Bedeutung von ethischer Verantwortung in Staat und Gesellschaft.
Foto: EKP/Heide Welslau

Paderborn. Der 70. Geburtstag des Grundgesetzes war Anlass für eine Kundgebung mit anschließendem Konzert, veranstaltet vom „Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz“, in dem auch der Evangelische Kirchenkreis Paderborn Mitglied ist. Das Motto der Veranstaltung auf dem Paderborner Marktplatz lautete „#demokratieleben“. Dem Konzert gingen Impulsstatements seitens der Politik, der Gewerkschaften, der Religionsgemeinschaften sowie aus der Jugend- und Kulturszene voraus.

In seinem Statement erinnerte Volker Neuhoff, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, an die Einleitung des Grundgesetzes, in der es heißt, dass es beschlossen wurde „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Grundlegende Entscheidungen in einem Staatswesen seien nicht nur eine Frage von Mehrheiten, sondern auch eine Frage der ethischen Verantwortung, sagte Neuhoff. Auch Christinnen und Christen lebten in den Strukturen dieser Welt und engagierten sich auf Grundlage ihres Glaubens für Formen des Zusammenlebens, die die „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ ernst nähmen. Sie setzten auch selbst Zeichen des Himmelreiches, zum Beispiel beim Klimaschutz, beim Kirchenasyl und mit Diakonie und Caritas.

„70 Jahre Grundgesetz, Demokratie, Frieden, Europäische Gemeinschaft“. Darin sind für Volker Neuhoff „Spuren gelingenden Zusammenlebens“ erkennbar. Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn bringe sich deshalb in das gesellschaftliche Leben und politische Zusammenhänge ein, damit diese Spuren deutlicher würden, so der Superintendent. Dazu gehört für ihn auch der Einsatz dafür, dass die im 1. Artikel des Grundgesetzes formulierte unantastbare Würde des Menschen „wahre Wirklichkeit“ werde. Denn die dem Menschen verliehene Würde, sei für Christinnen und Christen „ein Grunddatum ihres Glaubens“.

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