Kritische rabbinische Argumente gegen Grundgedanken der Reformation
Menschenwürde oder Gottes Gnade?

Prof. Elisa Klapheck, Professorin für jüdische Studien am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZEKK) an der Universität Paderborn

Prof. Elisa Klapheck

PADERBORN – „Menschenwürde oder Gottes Gnade? Kritische rabbinische Argumente gegen Grundgedanken der Reformation“, darüber spricht Prof. Elisa Klapheck, am Mittwoch, 24. Oktober, in Paderborn. Die Professorin für jüdische Studien am Zentrum für Komparative Theologie  und Kulturwissenschaften (ZEKK) an der Universität Paderborn, beginnt ihren Vortrag um 18.30 Uhr im Martin-Luther-Zentrum, Klingenderstraße 13 (33098 Paderborn). Eine Diskussion schließt sich an. Der Eintritt ist frei.

Die jüdische Kritik gegen Luther sollte sich nicht nur auf dessen Antisemitismus fokussieren. Eine Würdigung zentraler theologischer Aussagen der Reformation weist in interessante inhaltliche Konflikte mit dem Judentum. Zum Beispiel läuft die in der jüdischen Tradition hochgehaltene Gottesebenbildlichkeit des Menschen, die bereits im Talmud an der Idee einer „Menschenwürde“ geknüpft ist, auf ein optimistisches Menschenbild hinaus, das sogar eine gewisse Autonomie gegenüber Gott erlaubt. Das steht im Gegensatz zum reformatorischen Grundgedanken, wonach die sündigen Menschen ihre Gottesebenbildlichkeit eingebüßt haben und deshalb nur durch die Gnade Gottes zu rechtfertigen sind. Wie können solche und andere jüdisch-reformatorische Konfliktthemen heute für die beide religiösen Traditionen fruchtbar diskutiert werden?

Informationen im Haus der Evangelischen Kirche: Jennifer Geisler, Tel. 05251 / 500252; Mailto: geisler@kkpb.de

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