ABSCHIEDSGOTTESDIENST: 19. Januar, 16 Uhr in evangelischer Kirche Lichtenau
Pfarrerin Karin Röthemeyer verlässt die Evangelische Kirchengemeinde Lichtenau

Karin Röthemeyer, hier in der evangelischen Kirche in Lichtenau, war 25 Jahre lang Gemeindepfarrerin der Kirchengemeinde Lichtenau. Sie wechselt zum 1. Februar in die Verbundspfarrstelle für die evangelischen Kirchengemeinden Preußisch Oldendorf und Alswede. FOTO: KIRCHENGEMEINDE

Karin Röthemeyer, hier in der evangelischen Kirche in Lichtenau, war 25 Jahre lang Gemeindepfarrerin der Kirchengemeinde Lichtenau. Sie wechselt zum 1. Februar in die Verbundspfarrstelle für die evangelischen Kirchengemeinden Preußisch Oldendorf und Alswede.
FOTO: KIRCHENGEMEINDE

LICHTENAU (wels). Nach 25 Jahren als Gemeindepfarrerin in Lichtenau ist für Pfarrerin Karin Röthemeyer (56) die Zeit für einen Neuanfang gekommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Schulpfarrer Christoph Röthemeyer, wechselt sie in den Kirchenkreis Lübbecke. Dort wurde Karin Röthemeyer am Erntedanksonntag 2019 in die Verbundspfarrstelle für die evangelischen Kirchengemeinden Preußisch Oldendorf und Alswede gewählt. Die Pfarrstelle im Kirchenkreis Lübbecke wird sie am 1. Februar 2020 antreten.
Verabschiedet wird Karin Röthemeyer durch den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, im Gottesdienst am Sonntag, 19. Januar, um 16 Uhr in der evangelischen Kirche in Lichtenau. Pfarrerin Röthemeyer wird die Predigt halten und die Vakanzvertretung, Pfarrerin Antje Umbach (Paderborn), vorstellen. Die musikalische Gestaltung übernehmen Uwe von der Ahe und Stefan Hecker mit Trompete und Orgel. Nach den Grußworten in der Kirche wird zu Gulasch- und Käsesuppe ins Gemeindehaus eingeladen.
Für Karin Röthemeyer, die gebürtig aus Spenge (Kreis Herford) kommt, brachte die Zeit als Gemeindepfarrerin in der 204 Quadratkilometer großen, 15 Ortschaften umfassenden Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau besondere Ereignisse und einschneidende Veränderungen mit sich: 2010 wurde die Pfarrstelle, die sich das Pfarrehepaar bis dahin geteilt hatte, auf 75 Prozent reduziert. Gottesdienste konnten seitdem weiterhin an allen Sonntagen und kirchlichen arbeitsfreien Feiertagen gefeiert werden. Neben Gemeindegottesdiensten gab es Gottesdienste mit den Schulen, im Seniorenheim in Ebbinghausen, Himmelfahrtsgottesdienste im Grünen sowie ökumenische Gottesdienste – nicht zuletzt am Weltgebetstag der Frauen – und Feiern zu besonderen Anlässen im öffentlichen Leben. 2012 wurde das zweite Gemeindezentrum mit Kirchsaal, Burg Atteln, aufgegeben. 2014 standen der Umbau und die Einweihung der renovierten und modernisierten Räume in der Burg Lichtenau und im Anbau im Mittelpunkt, in den beiden Folgejahren die Fassadenrenovierung der Kirche.
Pfarrerin Röthemeyer, die seit 2009 durchgängig Vorsitzende des Presbyteriums war, blickt auf viele Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Konfirmationen und seelsorgerliche Gespräche in der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau zurück. Außerdem auf vielfältige Projekte und Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit der offenen Altenarbeit in der Gemeinde und mit verschiedenen Jugendreferenten. Dank der gemeinsamen Planung und des Einsatzes vieler ehrenamtlicher und nebenamtlicher Mitarbeitenden wurde das Gemeindeleben bereichert: durch Ausflüge mit dem Bus oder dem roten Kirchbulli, durch Fahrgemeinschaften, einen Glaubenskurs für Erwachsene, die frühere Krabbelgruppenarbeit in Atteln und Lichtenau, Krippenspielproben mit Kindern in der Adventszeit, Kinderbibeltage, Kinderferienspiele in den Sommerferien und durch die Church-Night sowie die Teamergruppe für und mit Jugendlichen. Die Mitglieder der Frauenhilfe sind aufgrund des fehlenden Nachwuchses inzwischen Teil der Seniorengruppen geworden.
Dass es seit 2017 wieder einen Kindergottesdienst gibt, der als „Junge-Familiengottesdienst“ gefeiert wird, freut die Gemeindepfarrerin besonders. „‘Viele Gaben ein Geist – viele Glieder ein Leib‘, das Motto aus dem 1. Korinthberbrief ist biblisches Leitwort unserer Gemeindekonzeption und hat mich in meiner Arbeit hier geleitet“, so Röthemeyer. Im Kirchenkreis Paderborn war die Pfarrerin zuletzt Mitglied im Theologischen Ausschuss und im Finanzausschuss.
In Lichtenau und ihrem Zuhause, dem Pfarrhaus, An der Burg, hat sich Karin Röthemeyer mit ihrem Mann und den beiden inzwischen erwachsenen Kindern sehr wohl gefühlt. Den Gemeindegliedern und der Gemeinde wünscht sie Gottes Segen und alles Gute für die Zukunft.

 

 

 

 

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