Komponist mit neuem Werk zu Gast in Bad Driburg
„Requiem“ von Thomas Nüdling

Führen das Requiem auf: (v. l.) Ute Jarchow (Alt), Komponist Thomas Nüdling (Orgel) und Anna Ziert (Sopran). Foto: Klaus Fladung

Führen das Requiem auf: (v. l.) Ute Jarchow (Alt), Komponist Thomas Nüdling (Orgel) und Anna Ziert (Sopran). Foto: Klaus Fladung

Bad Driburg. Das neu komponierte „Requiem“ von Thomas Nüdling wird am Sonntag, 25. November, um 16.30 Uhr in der evangelischen Kirche Bad Driburg aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Ausführende sind Anna Ziert (Sopran), Dr. Ute Jarchow (Alt) und Komponist Thomas Nüdling an der Orgel. Thomas Nüdling, Jahrgang 1976 wirkt als Kirchenmusiker, Schulmusiker und als Komponist im hessischen Tann an der Röhn. Von ihm hat die Kantorei Bad Driburg zum Reformationsjubiläum 2017 mit großem Erfolg seine „Luther-Messe“ aufgeführt.

Der November gilt als Totenmonat. Mit dem Brachliegen der Natur, den Tagen Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag drehen sich viele Gedanken und Gefühle um das Sterben, um die Verstorbenen, aber auch um die christliche Hoffnung auf Auferstehung nach dem Tod.

„Requiem“ von Thomas NüdlingDas Werk basiert auf den Gesängen der gregorianischen „Missa pro defunctis“. Von deren Worten und Melodien gehen seit alters her – gerade in Zeiten der persönlichen Resignation – großer Trost und starke Kraft aus. Thomas Nüdling kleidet in seinem „Requiem“ diese alten Worte und Melodien in ein modernes Gewand für zwei Stimmen und Orgel. Auf der Basis der vorhandenen Melodien fließen Einstimmigkeit, kanonisch, imitatorisch und obligat geführte Strukturen, ostinate Figuren und konzertante Prinzipien kombiniert mit romantisch-impressionistischer Harmonik ineinander und lassen die alten Texte und Melodien im Hier und Heute lebendig werden und ihre Kraft neu entfalten.

Thomas Nüdlings „Requiem“ möchte seinen Blick nicht im Tod lassen, sondern hoffnungsvoll und österlich auf die Auferstehung und das ewige Leben richten. Dieses lebensbejahende Anliegen zeigt sich in der Einbindung eines festlichen Hallelujas. Auch umfasst das „Requiem“ nicht alle Sätze der klassischen „Missa pro defunctis“, wohl aber die, deren Inhalt dem christlichen Osterglauben entsprechen und so auch Eingang in das neue Gotteslob gefunden haben.

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