Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Paderborn
Ruhestand von Geschäftsführer Wolfgang Grabe

Ruhestand: Wolfgang Grabe war über 20 Jahre Geschäftsführer des Betreuungsvereins der Diakonie. Foto: Betreuungsverein

Ruhestand: Wolfgang Grabe war über 20 Jahre Geschäftsführer des Betreuungsvereins der Diakonie.
Foto: Betreuungsverein

Paderborn/Kreis Höxter (ekp). Wolfgang Grabe, Geschäftsführer des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Paderborn e.V. geht im Mai in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist Teammitglied Sylke Menne, der Grabe seine Aufgaben bereits zum 1. April übergeben hat.

Wolfgang Grabe, der in Hannover geboren und in Einbeck aufgewachsen ist, studierte Sozialarbeit in Kiel und Bielefeld. Dort war er nach Studienabschluss und Anerkennungsjahr viele Jahre als Sozialarbeiter in einem sozialen Brennpunkt tätig. Parallel dazu studierte er Rechtswissenschaften und begann nach dem Staatsexamen im Juli 1995 seine Arbeit beim Betreuungsverein; 1999 wurde ihm die Geschäftsführung übertragen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, rechtliche Betreuungen zu führen, ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer zu werben, zu begleiten und zu schulen sowie zu den Themen Vorsorgevollmachten, Betreuungs- und Patientenverfügungen zu beraten.

Die Arbeit habe ihn mit unterschiedlichsten Menschen zusammengebracht und sei sehr vielschichtig gewesen – von der Regelung konkreter Anliegen eines Betreuten, über die Unterstützung Ehrenamtlicher bis zu manchen sehr tiefgehenden Gesprächen bei der Beratung. „Mit ihren sehr unterschiedlichen Anforderungen war es eine reizvolle, nicht immer einfache Aufgabe. Erfreulich ist, dass ich den ein oder anderen Lebensweg günstig beeinflussen konnte“, blickt Grabe zurück.

Sein Dank gilt allen, die sich für die Belange des Vereins eingesetzt haben, besonders den Kolleginnen und Kollegen, die in schwierigen wirtschaftlichen Situationen stets bereit gewesen seien, ihren Beitrag zum Fortbestand des Vereins zu leisten. „Ich hoffe, dass der Verein seine wichtige soziale Arbeit auch in den nächsten Jahren erfolgreich fortsetzen kann und wünsche meiner Nachfolgerin Sylke Menne dafür eine glückliche Hand“, sagt Grabe, der für den Ruhestand viele Ideen im Kopf hat und gespannt ist, wie sie sich entwickeln.

Mit dem Ruhestand von Wolfgang Grabe gehe eine Ära zu Ende, erklärt Pfarrer Gunnar Grahl, Vorsitzender des Vereinsvorstandes. „Seit fast 25 Jahren ist Wolfgang Grabe mit Leib und Seele beim Betreuungsverein, und viele Menschen wissen seine Fürsorglichkeit, seine Treue und seine Hilfsbereitschaft sehr zu schätzen“, betont Grahl. Grabe habe die Querschnittsarbeit als festen Bestandteil etabliert und so die Vorsorge und Beratung als wesentliches Standbein gefördert. „Dabei hat Wolfgang Grabe den Betreuungsverein stets als Teil der Wesensäußerung von Kirche gerade gegenüber denjenigen verstanden, die Hilfe und Unterstützung bei der Abwicklung ihrer Alltagsgeschäfte am nötigsten brauchen“, so Grahl.

Nachfolgerin: Sylke Menne leitet nun den Betreuungsverein der Diakonie. Foto: Privat

Nachfolgerin: Sylke Menne leitet nun den Betreuungsverein der Diakonie.
Foto: Privat

Neue Geschäftsführerin des Betreuungsvereins ist Sylke Menne. Nach ihrem Studium der Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule Paderborn war sie als Diplom-Sozialarbeiterin im Psychiatrie-Zentrum Eickelborn, drei Jahre im Betreuungsverein der Diakonie und als Leiterin einer Tagesstätte in Warstein tätig. Seit Oktober 2003 arbeitet sie wieder beim Betreuungsverein. „Ich möchte da weitermachen, wo Wolfgang Grabe aufgehört hat und die gute Zusammenarbeit mit den Betreuungsbehörden sowie den zuständigen Amtsgerichten fortsetzen“, erklärt Sylke Menne. Ihr Ziel ist es auch, den Betreuungsverein personell zu vergrößern. Aktuell gibt es aber besondere Herausforderungen: „Durch die Corona-Krise ist unsere Arbeit sehr stark eingeschränkt, und auch der persönliche Kontakt zu den Betreuten besteht kaum noch.“

Auch wenn eine offizielle Abschiedsfeier für Wolfgang Grabe im Moment aufgrund der Coronapandemie nicht möglich sei, werde diese garantiert zu einem geeigneten Zeitpunkt nachgeholt, versichert Pfarrer Grahl im Namen des Vorstands.

 

 

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