Lyrisch-musikalischer Abend zum 40. Todestag von Mascha Kaléko
„… sie sprechen von mir nur leise.“

Cellistin Krischa Weber. Foto: Eibe Krebs

Cellistin Krischa Weber. Foto: Eibe Krebs

Paderborn. Im 40. Todesjahr der jüdischen Dichterin Mascha Kaléko veranstaltet die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn einen lyrisch-musikalischen Abend. Er findet statt am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im Liborianum, An den Kapuzinern 5-7 in Paderborn, erste Etage, Raum 8. Die Ausführenden sind Paula Quast (Rezitation) und Krischa Weber (Cello). Der Eintritt ist frei.

Die Literatin Mascha Kaléko ist bekannt für ihren ironisch-zärtlichen, melancholischen Ton. Das Motto des Abends ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Portraits, das die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann als Hommage an Kaléko erschaffen haben. Sprache und Musik wechseln dabei einander ab, das Programm gewinnt so eine ganz eigene Dramaturgie und Dynamik. Die Musik und der Tisch mit der Blattsammlung als Requisite machen daraus eine Art Kammerspiel.

Schauspielerin Paula Quast. Foto: Alfons Fries

Schauspielerin Paula Quast. Foto: Alfons Fries

Paula Quast spricht die Gedichte von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung sind unaufdringlich, und doch ist sie so präsent, dass sie und die Dichterin im Laufe der Inszenierung immer mehr zu einer Person verschmelzen.

Die Cellistin Krischa Weber lässt mit Altmanns Kompositionen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgeben, dabei überdecken die Töne aber nicht die für Mascha Kaléko ebenfalls typische lebensbejahende Ironie, mit der sie die Welt zu kommentieren wusste. Diese Inszenierung findet seit 1996 im In- und Ausland ein begeistertes Publikum.

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