Berichte, Haushaltspläne und Wahlen sind Themen
Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde (ekp). Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn tagt am Freitag, 1. Dezember, im Martin-Luther-Zentrum in Paderborn. Sie beginnt um 14 Uhr mit einer Andacht. Auf der Tagesordnung stehen anschließend unter anderem Berichte des Superintendenten Volker Neuhoff und der Landessynodalen sowie Finanzsituation, Personalbericht, Haushaltspläne für 2018 und Wahlen.

Zur Wahl stehen unter anderem die Position der/des 1. Synodalältesten sowie der Assessorin/des Assessors (Stellvertreterin/Stellvertreter des Superintendenten) im Kreissynodalvorstand. Dieses Gremium besteht aus acht Personen (Theologen und Nichttheologen) und entscheidet zwischen den Synoden über die Belange des Kirchenkreises.

Die Synodalen vertreten rund 80.000 Protestanten in 17 evangelischen Kirchengemeinden in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie Lügde im Kreis Lippe. Zur Kreissynode gehören aktuell rund 120 Delegierte: Theologinnen und Theologen sowie Abgeordnete aus den Kirchengemeinden und gemeinsamen Diensten.

Finanzsituation

Für das laufende Jahr 2017 rechnet die westfälische Landeskirche aktuell mit einem Gesamtkirchensteueraufkommen von voraussichtlich 485 Millionen Euro. Für 2018 wird eine Summe von 490 Millionen Euro prognostiziert. Für den Evangelischen Kirchenkreis Paderborn bedeutet das eine voraussichtliche Zuweisung von ca. 10,3 Millionen Euro in 2017 und von rund 10,7 Millionen Euro in 2018. Gegenüber den Jahren 2015 und 2016 sind die Einnahmen damit gestiegen.

Im Vorfeld der Synode bewertet Verwaltungsleiter Jürgen Jurczik das Kirchensteueraufkommen positiv. Das Jahresabschlussergebnis 2016 ist genutzt worden, um die Strukturrücklage aufzufüllen. Damit können strukturelle Veränderungs-Maßnahmen der Kirchengemeinden gefördert werden.

Jurczik betont aber, dass der Gesamttrend bei der Kirchensteuer bis zum Jahr 2020 negativ sein könnte. Eine verlässliche Einschätzung zu geben, sei äußerst schwierig. Beeinflusst werde das Kirchensteueraufkommen durch die wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung des Steuersystems und die wachsende Zahl von Rentnern, die zum großen Teil keine Kirchensteuern zahlen, so der Verwaltungsleiter. Insbesondere die notwendigen zusätzlichen Trägeranteile für die Tageseinrichtungen für Kinder in Kirchengemeinden und im Kirchenkreis belasten trotz der zusätzlich bereitgestellten Mittel des Landes für die Jahre 2018 und 2019 die Haushalte. „Vor diesem Hintergrund müssen wir den schon seit Jahren eingeschlagenen Kurs der notwendigen Veränderungen im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn und in seinen Kirchengemeinden weiter konsequent fortsetzen“, so Jurczik.

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