Ab 18. Mai in Kloster Dalheim
Verschwörungstheorien im Klostermuseum

LICHTENAU-DALHEIM – Fand die Mondlandung nur im Filmstudio statt? Lenken die Freimaurer die Geschicke der Welt? Und sollen uns Kondensstreifen am Himmel vergiften? Verschwörungstheorien sind ein wiederkehrendes Phänomen in der Geschichte der Menschheit. Sie konfrontieren, hinterfragen, zweifeln an und machen neugierig. Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim nimmt in seiner neuen Ausstellung ab 18. Mai Verschwörungstheorien unter die Lupe.

In der Schau „Verschwörungstheorien – früher und heute“ berichteten auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche 250 Exponate internationaler Leihgeber aus 900 Jahren Verschwörungstheorien. Gezeigt werden Entstehung, Funktion und Verbreitung dieser Theorien. Zugleich wird der Frage nachgegangen, warum sie gerade heute wieder Konjunktur hätten. Ausgehend von bedeutenden historischen Beispielen präsentiert die Ausstellung aktuelle Verschwörungstheorien von „9/11“ bis zur Barcode-Verschwörung im Spannungsfeld von Fakt und Fiktion. Verschwörungstheorien gebe es, seitdem Menschen in staatlichen Verbünden zusammenleben, so der LWL. Terroranschläge, geheimnisvolle Todesfälle oder Finanzkrisen riefen stets Menschen auf den Plan, die den „offiziellen“ Darstellungen misstrauten und Geheimdienste oder andere Verschwörergruppen hinter Ereignissen vermuteten.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der zur Eröffnung am 17. Mai erwartet wird. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 22. März 2020.   epd/lwl

 

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