ERÖFFNUNG Carl-Böttner-Haus des St. Johannisstift
Weitere lebenswerte Räume für ältere Menschen

Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift, Gunnar Grahl, Kuratoriumsvorsitzender, Pater Elmar, Seelsorger St. Johannisstift, Bert Morhenne, Stiftungsratsvorsitzender und Landrat Manfred Müller. Foto: Sabine Kauke

Freuen sich über die Eröffnung: (von links) Bürgermeister Michael Dreier, Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift, Gunnar Grahl, Kuratoriumsvorsitzender, Pater Elmar, Seelsorger St. Johannisstift, Bert Morhenne, Stiftungsratsvorsitzender und Landrat Manfred Müller. Foto: Sabine Kauke

PADERBORN – Ein 12 Millionen Euro teures Bauprojekt des St. Johannisstift wurde jetzt feierlich eröffnet und eingeweiht. Nach knapp zwei Jahren sind im sogenannten Carl-Böttner-Haus an der Ecke Fürstenweg/Reumontstraße neue lebenswerte Räume für ältere Menschen entstanden. Das St. Johannisstift baut damit sein vielfältiges Angebot der Altenhilfe weiter aus.

„Es ist uns eine große Freude an diesem Morgen nach zweijähriger Bauzeit das Carl-Böttner-Haus offiziell zu eröffnen. Wir sind wir froh und freuen uns sehr, dass wir jetzt fertig sind“, begrüßte Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift, die rund 80 Gäste, die vor Ort waren. „Mit diesem Neubau leisten wir einen wesentlichen Beitrag dazu, das Image der Altenhilfe und der Pflege zu verbessern, und das ist uns extrem wichtig. Es ist gelebte Nächstenliebe, die hier täglich spürbar ist und das auf einem sehr hohen Qualitätsniveau der pflegerischen, organisatorischen und menschlichen Versorgung. In einer Einrichtung wie dem Carl Böttner-Haus, das wir heute feierlich einsegnen und eröffnen, muss niemand einsam sein. Privatsphäre, wenn immer ich es will, aber auch Gemeinschaft erleben, das ist in diesem Haus ein prägendes pflegerisches und architektonisches Element“, so Wolf.

Nach der Einsegnung vom Kuratoriumsvorsitzenden Pfarrer Gunnar Grahl und dem Seelsorger vom St. Johannisstift Pater Elmar Becker schlossen sich feierliche, lobende und dankende Grußworte von Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Dreier an. „Ich freue mich über diesen großen Tag für Stadt und Region“, sagte Landrat Müller. „Diese Einrichtung hat wirklich Vorbildcharakter“, führte er weiter aus. „Das Haus ist eng verbunden mit der Stadt, nicht nur örtlich, sondern es finden sich auch in den Wohnbereichen einzelne Orte aus Paderborn wieder, wie zum Beispiel Wohnbereich Haxtergrund oder Wohnbereich Fischteiche“, betonte Bürgermeister Dreier. Bert Morhenne, Stiftungsratsvorsitzender des St. Johannisstift, übernahm das Schlusswort der Rednerrunde: „Ich bin mir sicher, dass Carl Böttner, der vor über 150 Jahren das St. Johannisstift gegründet hat, sehr stolz heute auf uns wäre. So lange wie möglich selbstbestimmt zu leben und ein aktiver Teil der Gemeinschaft zu sein, nach dieser Maxime arbeitet seit jeher die Altenhilfe im St. Johannisstift“, unterstrich Morhenne. „Dieser Maxime wird der Neubau durch entsprechende Architektur und andere Versorgungskonzepte mehr als gerecht.“

Markant: Das Carl-Böttner-Haus an der Ecke Fürstenweg/Reumontstraße bietet neue lebenswerte Räume für ältere Menschen. Foto. St. Johannisstift

Markant: Das Carl-Böttner-Haus an der Ecke Fürstenweg/Reumontstraße bietet neue lebenswerte Räume für ältere Menschen. Foto. St. Johannisstift

Im Carl-Böttner-Haus bietet das St. Johannisstift 18 Gästen einen Tagespflege-Platz und 79 Senioren werden stationär versorgt. Am 5. November 2018 wurden die ersten Gäste in der Tagespflege begrüßt, und die ersten Bewohner sind vom Altenheim in den Neubau umgezogen. Denn mit dem Neubau bleiben alle bisherigen 110 Plätze der stationären Altenhilfe St. Johannisstift bestehen. 79 Personen zogen in den Neubau um und 31 Personen werden weiterhin im Altenheim versorgt. In Zukunft wird das bestehende Altenheim zum Teil umgebaut, renoviert und damit auch hier das Hausgemeinschaftsprinzip, wie im Carl-Böttner-Haus, realisiert. Ein anderer Teil des Altenheims wird danach zurückgebaut, um damit eine Öffnung zur Pader und einen Mehrgenerationgarten zu realisieren.

Die Leitidee des Hausgemeinschaftsprinzips ist es, älteren Menschen ein Leben in alltagsnaher Normalität zu ermöglichen und zugleich Sicherheit und Geborgenheit zu gewähren. In dem neuen Haus leben jeweils kleine familienähnliche Gruppen mit durchschnittlich zwölf Bewohnern. Konkret sind ausschließlich hell und freundlich gestaltete Einzelzimmer mit eigenem Bad/WC entstanden. Zudem gibt es großzügige Gemeinschaftsräume, große Balkone, einen geschützten Garten und eine großzügige Dachterrasse.

Neben den Angeboten der stationären Versorgung von älteren Menschen und der Tagespflege gibt es im Carl-Böttner-Haus noch eine Wohngruppe für 17 Menschen mit Demenz von Diakovita – Lebenswert für Senioren GmbH, zehn Penthousewohnungen im Rahmen des Betreuten Wohnens vom St. Johannisstift und zwei Arztpraxen: Im zweiten Obergeschoss die Zahnarztpraxis Astrid Schwarz (Eröffnung im Januar 2019) und die internistische Hausarztpraxis Dr. Manfred Pinkernell.

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