Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht
„Wer kennt sich in Finsternissen aus?”

Jo Glahé, Brandfackeln in Synagogen, 1950. Kreismuseum Wewelsburg

Jo Glahé, Brandfackeln in Synagogen, 1950. Kreismuseum Wewelsburg
Bildrechte: Jo Glahé

Kreis Höxter/Kreis Paderborn (IP). Es liegt nun 80 Jahre zurück, dass während des Novemberpogroms 1938 in Deutschland mehr als 1.000 Synagogen zerstört wurden. Zahlreiche Menschen wurden in Konzentrationslager verschleppt und kamen ums Leben.

Dies ist Anlass für eine Gedenkwoche in den Kreisen Paderborn und Höxter, die von Museen, Kirchen, Schulen und Vereinen der Region getragen wird. Die Initiative zu dieser Gedenkwoche ging von Dr. Sebastian Bischoff (Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Instituts der Universität Paderborn), Monika Schrader-Bewermeier (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Paderborn) sowie Alexander Kogan (Jüdischen Kultusgemeinde Paderborn) und Dr. Andreas Neuwöhner (Kulturamt Paderborn) aus.

„Wer kennt sich in Finsternissen aus?“ So fragte die Paderborner Dichterin Jenny Aloni in ihrer Erzählung „Schäferhunde und Kristall“. Im Rückblick verarbeitet sie die Pogromnacht in Paderborn, die auch ihre Familie betraf: das Haus wurde verwüstet, der Vater inhaftiert. Nur wenige Familienangehörige überlebten die Shoa. Sie selbst konnte nach Palästina auswandern und kehrte später für kurze Besuche zurück. Damit teilt sie das Verfolgungsschicksal so vieler jüdischer Mitbürger in Westfalen.

Auf der Internetseite sind aktuelle Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen abrufbar:  80jahrepogrom.jgpb/events

Zum Download : Flyer Veranstaltungen “80 Jahre Reichspogromnacht”

 

 

 

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