Fachgespräch mit Arif Ünal zum neuen Pflegegesetz
„Wie wollen wir im Alter leben?“

Diskutierten das neue Pflegegesetz: (v. l.) Sabine Kramm, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn; Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift; Arif Ünal, MdL Bündnis 90/Die Grünen; Werner Jülke, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn; Dr. Irmgard Pöppel, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn.

Diskutierten das neue Pflegegesetz: (v. l.) Sabine Kramm, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn; Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift; Arif Ünal, MdL Bündnis 90/Die Grünen; Werner Jülke, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn; Dr. Irmgard Pöppel, Bündnis 90/Die Grünen Paderborn.
Foto: St. Johannisstift

Paderborn. Arif Ünal (MdL Bündnis 90/Die Grünen) stellte sich den Fragen von Verantwortlichen aus den Einrichtungen der Altenhilfe rund um das neue Pflegegesetz. Vor vier Monaten ist das neue Gesetz zur Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen in Kraft getreten. Es legt die Grundlage für eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur in NRW. Arif Ünal hat als Sprecher für Gesundheits- und Pflegepolitik der grünen Landtagsfraktion das Werk maßgeblich mitgestaltet.

In dem Fachgespräch im Evangelischen Altenheim St. Johannisstift beleuchteten die Grünen die Auswirkungen für die Alteneinrichtungen im Kreis Paderborn und gaben Raum zur Diskussion. Was erwartet das Gesetz von den stationären Einrichtungen? Welche Anforderungen müssen Wohngemeinschaften für ältere Menschen nach dem Prüfrahmenkatalog erfüllen? Was wird in der Politik gegen den Pflegekräftemangel getan und wie können Quartierskonzepte in Zukunft weiter entwickelt werden? Begrüßt von Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannnisstift und moderiert von Werner Jülke, Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses im Kreistag Paderborn und Stadtsprecher der Paderborner Grünen, diente das Fachgespräch der Aufklärung und der Weitergabe von Anregungen an die Politik. So wurden zum Beispiel auch Forderungen an die Politik laut, mehr Mittel zur Berufsausbildung der Altenpflege zu investieren. Arif Ünal ermutigte die Einrichtungen, und so auch das St. Johannisstift, Quartierskonzepte zu entwickeln und mit Leben zu füllen.

Das Gesetz GEPA (Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demografiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen) wurde im Oktober 2014 einstimmig in der Landesregierung verabschiedet und ist seit 16. Oktober in Kraft getreten. Es legt den Fokus auf die Weiterentwicklung und Stärkung der Versorgung von älteren Menschen. Bedingt durch den demografischen Wandel und veränderte Bedürfnisse der älteren Menschen müssen sich die Angebote der Versorgung in der Altenhilfe verändern. So möchten ältere Menschen zum Beispiel so lange wie möglich in ihrem Umfeld wohnen bleiben, ihre Selbstbestimmung behalten und an der Gesellschaft teilhaben. Dieser veränderten gesellschaftlichen Situationen und den veränderten Bedürfnissen und Bedarfen wird das Gesetz gerecht. Es unterstützt u.a. den Ausbau von Wohngemeinschaften ebenso wie die Verzahnung von stationären und ambulanten Angeboten in einem Quartier. Das Potenzial, das bereits in einigen Quartieren in NRW vorhanden ist, gilt es weiter zu fördern, auszubauen und miteinander zu verzahnen.

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