Aktionstag für Klimagerechtigkeit am 25. September

Evangelischer Kirchenkreis Paderborn unterstützt „Churches for Future“

Rufen zum Einsatz für Klimagerechtigkeit auf: Die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn (v. l.) Jürgen Scherhans, Evelyne Schubert, Wolfgang Neumann, Helga Weber-Kruck, Dr. Wilfried Hauenschild, Superintendent Volker Neuhoff, Jürgen Engelmann und Gunnar Wirth vor einer Fahne des Netzwerkes „Churches for Future“ am Haus der Evangelischen Kirche in Paderborn. Foto: EKP/Oliver Claes

Rufen zum Einsatz für Klimagerechtigkeit auf: Die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn (v. l.) Jürgen Scherhans, Evelyne Schubert, Wolfgang Neumann, Helga Weber-Kruck, Dr. Wilfried Hauenschild, Superintendent Volker Neuhoff, Jürgen Engelmann und Gunnar Wirth vor einer Fahne des Netzwerkes „Churches for Future“ am Haus der Evangelischen Kirche in Paderborn.
Foto: EKP/Oliver Claes

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde (ekp). Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn unterstützt den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerkes Klimagerechtigkeit und solidarisiert sich mit den Anliegen von „Fridays for Future“. Unter dem Motto „5 vor 12“ für Klimagerechtigkeit rufen Kirchen und kirchliche Einrichtungen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen als Teil eines breiten Bündnisses von gesellschaftlichen Gruppen und Umweltinitiativen am 25. September 2020 zum globalen Aktionstag und Klimastreik auf.

Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, bittet die evangelischen Christinnen und Christen im Kirchenkreis, den Aktionstag zu unterstützen, indem sie zum Beispiel zu den Demonstrationen gehen oder die Anliegen von „Fridays for Future“ in Fürbitten und Gebeten aufnehmen. „Wir unterstützen die Anliegen der jungen Generation. Der Ruf nach einer Umkehr in der Klimapolitik ist sehr berechtigt. Im persönlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Leben kann noch mehr für Klimagerechtigkeit getan werden. Die Forderungen erinnern an die Kernaussagen des christlichen Glaubens zur Bewahrung der Schöpfung und zur Solidarität mit den Nächsten“, so Neuhoff.

Bundesweit beteiligen sich Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am Klimastreik in zahlreichen Städten mit Aktionen, Andachten, Gebeten, dem Läuten von Kirchenglocken oder der Teilnahme an den Demonstrationen. Ein Jahr nach dem bislang größten globalen Klimastreik am 20. September 2019, an dem allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gingen, fordern auch die Unterzeichner von „Churches for Future“ ein sofortiges Umsteuern in der Klimapolitik. Zwar berücksichtige das Konjunktur- und Zukunftspaket in Folge der Corona-Krise den Klimaschutz als wichtige Zielsetzung, die klimafreundliche Steuerungswirkung müsste aber noch stärker werden – vor allem dort, wo der Staat sich aktiv an Unternehmen beteiligt.

Hintergrund:
In dem 2018 gegründeten Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit haben sich kirchliche Organisationen und Initiativen, katholische Bistümer, evangelische (Landes)Kirchen, sowie Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen. Auch „Churches for Future“ wurde von Mitgliedern des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit initiiert, rund 80 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen, Dienste und Werke haben diesen Aufruf bereits unterzeichnet. „Wir als Kirchen und kirchliche Organisationen zollen den Protestierenden großen Respekt und unterstützen die Anliegen der jungen Generation“, heißt es im Aufruf.

Internet:
www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/churches-for-future/5-vor-12