Pfarrer Dominic Faisca Martins begleitet Menschen in Corona-Zeiten

VERSTÄRKUNG im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn

Dominic Faisca Martins ist neuer Pfarrer im Entsendungsdienst im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn.
FOTO: EKP

PADERBORN/KIRCHENKREIS (ekp/wels). Einen „holprigen Start“ erlebte Corona-bedingt der 30-jährige Pfarrer im Entsendungsdienst, Dominic Faisca Martins, im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn. Seit dem 1. April verstärkt er den Kirchenkreis als Seelsorger: zu zwei Dritteln mit Vertretungsaufgaben in den evangelischen Gemeinden des Paderborner Landes, mit einem Drittel seines Dienstes unterstützt er die mit 3222 Gemeindemitgliedern weiter wachsende Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Elsen und den dortigen Gemeindepfarrer Felix Klemme.
Geboren und aufgewachsen ist Dominic Faisca Martins, der halbportugiesische Wurzeln hat,  in Meschede. Evangelische Theologie studierte er in Wuppertal und Berlin. Bevor er am 1. April zum Kirchenkreis Paderborn kam, war er zweieinhalb Jahre Vikar in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Herford-Mitte. Faisca Martins ist ledig und wohnt in Paderborn.

MENSCHEN INDIVIDUELL ANSPRECHEN

Schon als Kind haben mich Kirchen fasziniert. Durch Kindergottesdienst und Küsterdienst bin ich in das Gemeindeleben hineingewachsen und auch meine Zeit auf dem Gymnasium der Benediktiner in Meschede hat mich geprägt“, sagt Dominic Faisca Martins zur Entstehung seines Berufswunsches. Als Pfarrer möchte er den Menschen die biblische Frohe Botschaft nahe bringen und die Kraft, die der christliche Glaube mit sich bringt. Dabei ist es ihm wichtig, Menschen in ihren ganz unterschiedlichen Lebenslagen und mit ihren jeweiligen Lebensentwürfen nach Möglichkeit individuell anzusprechen. Seine Begeisterung und Leidenschaft für den Gottesdienst, insbesondere den klassischen, möchte Faisca Martins den Menschen nahe bringen.

GEMEINDELEBEN LÄUFT LANGSAM WIEDER AN

Gottesdienste, Beerdigungen und Taufen bilden den Schwerpunkt seiner Arbeit in den letzten Monaten: Dominic Faisca Martins freut sich, dass Gottesdienste in der Kirche unter Auflagen nun wieder mit Besucherinnen und Besuchern möglich sind. Vor allem Audiogottesdienste und Gottesdiensthefte zum Mitnehmen galt es in letzter Zeit vorzubereiten. So konnte die Gemeinde zuhause mitfeiern. Bei den Beerdigungen hat er besonders viel Wert auf eine würdige Beisetzung gelegt. „Denn vielen Angehörigen war der Abschied im Krankenhaus oder Pflegeheim nicht möglich“, so Faisca Martins.
In Elsen gibt es seit Beginn der Pandemie die sogenannte „Corona-Kirche“: Der Eingangsbereich der Erlöserkirche ist täglich geöffnet und verschiedene Aktionen werden angeboten. Zuletzt die sehr gefragte Postkartenaktion, bei der viele frankierte Postkarten mit Bibelversen und Segenssprüchen in der Kirche hängen. Sie können anstelle der klassischen Urlaubsgrüße mitgenommen und verschickt werden. Aktuell wird ein tragfähiges und sicheres Konzept für die Konfirmandenarbeit entwickelt.

SO GOTT WILL UND WIR LEBEN

Aufgrund der Corona-Einschränkungen konnte Dominic Faisca Martins den Evangelischen Kirchenkreis Paderborn und seine Gemeinden bisher noch nicht tiefergehend kennenlernen. Trotzdem habe er ihn als sehr vielfältig wahrgenommen – mit vielen engagierten Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen. Ein biblisches Wort ist dem Pfarrer in den letzten Monaten wieder besonders wichtig und bewusst geworden: „Sub conditione jacobaea“, übersetzt: „unter jakobinischem Vorbehalt“. Der entsprechende Vers findet sich im Jakobusbrief (Jakobus 4,15) „So Gott will und wir leben“. „Wir können Vieles planen, kurzfristig oder auch langfristig, und merken doch, dass nicht wir bestimmen, ob und wie die Dinge gelingen. Es steht einfach nicht in unserer Macht. Das ist mir, auch im Bezug auf die Pandemie, meinen Dienstbeginn und die Pläne, die ich für die ersten Wochen und Monate hatte, noch einmal bewusst geworden“, stellt Faisca Martins fest.