Worum es beim Kirchenasyl geht
Wanderausstellung in der Stephanuskirche Borchen

Installationen und Portraitfotos zeigt die Wanderausstellung zum Thema Kirchenasyl in der Stephanuskirche in Borchen.
Foto: Stephanus-Kirchengemeinde Borchen
Borchen. In der Stephanuskirche in Borchen, Stadtweg 30, ist bis zum 25. November eine Wanderausstellung zum Thema Kirchenasyl zu sehen. Geöffnet ist die Kirche täglich von 10 bis 17 Uhr.
Viele Gäste hat die Evangelisch-Lutherische Stephanus-Kirchengemeinde Borchen in der Vergangenheit und auch jetzt im Kirchenasyl aufgenommen. Für Außenstehende ist es oft nicht einfach, sich vorzustellen, was das bedeutet. Das Netzwerk Kirchenasyl aus Münster versucht, mit einer Ausstellung deutlich zu machen, worum es dabei geht.
Um ein Kirchenasyl zu organisieren, braucht es – prägnant zusammengefasst – drei Dinge: Bett, Brot und Beziehung. Dafür steht in der Ausstellung eine Installation von Möbeln in Notfall-Orange: ein Bett, ein Tisch, auf dem ein Brot liegt, und zwei Stühle. Eine weitere Installation mit Schwimmweste verweist auf das Sterben von Menschen, die auf der Flucht sind.
Die Ausstellung ist von Aktiven aus der Kirchenasylarbeit im Münsterland konzipiert und umgesetzt worden. Die Porträt-Fotos wurden von einem iranischen Künstler aufgenommen. Die Texte der Ausstellung wurden auf der Grundlage von Interviews mit Menschen im Kirchenasyl von Gerburgis Sommer erstellt.
Ermöglicht wurde die Ausstellung mit Unterstützung von den Pfarreien Liebfrauen-Überwasser Münster und St. Sixtus Haltern am See, den Katholischen Frauen Deutschlands (KfD) im Bistum Münster und Maria 2.0 Münster Hl. Kreuz. Unterstützung gab es durch die Fachstelle Weltkirche und globale Zusammenarbeit des Bistums Münster, die Flüchtlingshilfe Hiltrup und die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost.