Kita am Park wird zur Kita im Park

Ev. Familienzentrum Jesus und Zachäus am neuen Standort eröffnet

Drei Personen haben sich vor einem Kita-Gebäude aufgestellt und halten kleine Schaufeln in den Händen.

Jens Tegethoff, Trägerverbund-Geschäftsführer, Sandra Wiedey. Kita-Leiterin und Christian Rodemeyer, Kreis Höxter, freuen sich über die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des evangelischen Familienzentrums in Bad Driburg.
Foto: Burkhard Battran

Von Burkhard Battran

Bad Driburg. Das neue Kindergartenjahr ist bereits gestartet. Mit einem bunten Tag der offenen Tür hat das Evangelische Familienzentrum Jesus und Zachäus jetzt offiziell die Eröffnung am neuen Standort gefeiert. 73 Jahre lang residierte die Kindertagesstätte in der Gräfin-Margarete-Allee 12 am Rande des gräflichen Kurparks. „Wir haben uns am alten Standort seit der Gründung oftmals verändert und erweitert, doch irgendwann sind die Kapazitäten einfach ausgereizt“, erklärt die Kindergartenleiterin Sandra Wiedey. Das bestätigt auch Trägervertreter Jens Tegethoff, Geschäftsführer des Verbundes der Tageseinrichtungen für Kinder im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn. „Der Umzug war erforderlich, weil das alte Gebäude den aktuellen Richtlinien nicht mehr entsprochen hat und der Aufwand, es dafür zu ertüchtigen, wäre finanziell zu hoch gewesen“, erklärt Tegethoff.

Eine Person im Talar hält eine Ansprache.

Gemeindepädagogin Frederike Wieneke spricht den Segen für den neuen Standort der evangelischen Kita Jesus und Zachäus.
Foto: Burkhard Battran

Eigentlich hätte die Schließung des alten Standorts schon einige Jahre eher erfolgen sollen. „Wegen der Neukonzeption des Geländes der ehemaligen Eggelandklinik haben wir die Betriebserlaubnis verlängert, damit die Kindertagesstätte in diesen Standort integriert werden kann“, erläutert Abteilungsleiter Christian Rodemeyer vom Kreis Höxter. In ihrer Segensansprache hob Gemeindepädagogin und Prädikantin, Frederike Wieneke, die besondere Gemeinschaftsstruktur hervor. Der Kindergarten belegt nur einen kleinen Teil des großen, sanierten ehemaligen Klinikgeländes. Neben der Kita hat die Lebenshilfe als wichtige Einrichtung zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung dort einen Standort. In den beiden Obergeschossen sind barrierefreie Wohnungen erstellt worden. „Diese neue Form der Gemeinschaft trägt zur Bereicherung der Bad Driburger Stadtgesellschaft bei“, sagte Wieneke.

Ein Mann mit Gitarre spielt vor einer Gruppe Menschen Musik.

Kinderliedermacher Jörg Sollbach rockt zur Neueröffnung.
Foto: Burkhard Battran

Den drei Gruppen der evangelischen Kita stehen 700 Quadratmeter sowie 1.500 Quadratmeter Außengelände zur Verfügung. „Das entspricht unseren bisherigen Verhältnissen, aber jetzt ist alles viel optimierter“, betont Kita-Leitung Wiedey.

In den neuen Räumlichkeiten gibt es eine Wirtschaftsküche aus Edelstahl. Erstmals gibt es jetzt auch einen Personalraum für die Mitarbeitenden. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich offiziell an der Adresse Bahnhofstraße 1 in Bad Driburg. Die historischen Steinmetzarbeiten mit dem Kaiser-Adler über dem Eingang erinnern an die 150-jährige Geschichte der 1875 feierlich eröffneten Erholungsklinik.

Der evangelische Kindergarten betreut 63 Kinder in drei Gruppen und hat 14 Mitarbeitende. Bereits seit 25 Jahren ist die Kita eine Vorreiterin für gelebte Inklusion. Kinder mit und ohne Behinderung spielen, lernen und lachen hier jeden Tag gemeinsam. Seit 2008 ist Jesus und Zachäus als Familienzentrum zertifiziert und seit 2019 als „Haus der kleinen Forscher“ anerkannt.

Ein leerer Gruppenraum in einer Kita mit verschiedenen Möbeln.

Die neue Gruppenräume in der ehemaligen Eggelandklinik sind freundlich und hell.
Foto: Burkhard Battran