Wohnzimmerkirche feiert Premiere in Paderborn
Impulse und Popsongs in einer Atmosphäre zum Wohlfühlen

Bringen die Idee der „Wohnzimmerkirche“ nach Paderborn: (hinten v. l.) Ruth Biedermann, Alexandra Boxberger, Kristine Putz und Oliver Peters sowie (vorne v. l.) Sabine Heßbrügge, Cornelia Wiemeyer-Faulde, Heiner Bredt und Marie-Simone Scholz.
Foto: EKP/Oliver Claes
Paderborn. (ekp) Die ökumenische „Wohnzimmerkirche“ feiert am Freitag, 18. September 2026, um 20 Uhr ihre Premiere im Lukaszentrum, Am Laugrund 5 in Paderborn. Ankommen in der Kirche ist ab 19.30 Uhr möglich. Das Thema der ersten „Wohnzimmerkirche“ lautet passend „Das 1. Mal“. Auf die Besucherinnen und Besucher warten kleine Snacks, Wasser und Wein, ein Frago-Mat, bewegende Texte und Popmusik, die von einer Band unter Leitung von Markus Heßbrügge gespielt wird.
Die Idee stammt aus Hamburg und ist jetzt in Paderborn angekommen. Eine ökumenische Initiativgruppe, die aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn und dem katholischen Pastoralen Raum Paderborn besteht, hat das Konzept der „Wohnzimmerkirche“ in der Ev. Christianskirche in Hamburg-Altona kennengelernt.
„Ich hoffe, dass viele Menschen bei diesem ersten Mal neugierig dabei sind“, freut sich Heiner Bredt, Ehrenamtlicher des evangelischen Lukas-Pfarrbezirks, auf den Start des neuen Projektes.
Die „Wohnzimmerkirche“ hat das Motto „Bänke raus – Sofas rein“. Sie will ein Ort sein, an dem sich heutige Menschen zuhause fühlen können, wo statt Kirchenbänken Sofas zum Sitzen einladen. Hier soll Gottesdienst einmal anders sein. Statt Texten, die nur denen vertraut sind, die regelmäßig Gottesdienste besuchen, sollen andere Worte gefunden werden, für das was Menschen heute bewegt. Statt Kirchenliedern werden populäre Songs gespielt, die dennoch große, alte Fragen aufgreifen.
„Wohlfühlen und Kirche schließen sich nicht aus“, bringt Oliver Peters, evangelischer Pfarrer aus Schloß Neuhaus, die Idee der „Wohnzimmerkirche“ auf den Punkt.
Gedacht ist die „Wohnzimmerkirche“ für Menschen, die sich von traditionellen Gottesdiensten nicht (mehr) angesprochen fühlen und für Besucherinnen und -besucher, die eine andere Form des Gottesdienstes erleben möchten.
„Wichtig für uns als Team ist es, dass sich alle, die den Weg ins Lukaszentrum finden, sich willkommen und gesegnet fühlen“, betont Sabine Heßbrügge, Mitarbeiterin des katholischen Pastoralen Raumes Paderborn. „Es soll ein Abend werden, um die Seele baumeln lassen zu können“, so Heßbrügge.
Die „Wohnzimmerkirche“ in Paderborn wird als ökumenisches Projekt für pastorale Innovation vom Erzbistum Paderborn auch durch Kirchensteuermittel großzügig unterstützt.
Im nächsten Jahr soll die „Wohnzimmerkirche“ regelmäßig angeboten werden. Der nächste Termin ist am 12. Februar 2027 in der Paderborner Gaukirche geplant.
Neben der Kinderkirche „Kunterbunt“ und den Projekten „Brezelmobil“ und „Soul-Van“ ist die „Wohnzimmerkirche“ ein weiterer Beitrag zum Aufbau einer lebendigen ökumenischen Zusammenarbeit in Paderborn.