Singen macht glücklich!
Mittendrin
Wer hätte das nicht schon erlebt? In einem großen Chor mitzusingen bei einem Konzert, beim Gruppensingen, im Stadion oder auch ganz für sich allein und dabei ein Glücksgefühl zu erleben. Beim Singen können körpereigene Glückshormone ausgeschüttet werden. Zugleich können Stresshormone abgebaut werden. Im Chor zu singen, kann diese Wirkung noch verstärken.
So ist es eigentlich nicht schwer, der Aufforderung für den morgigen Sonntag auch zu folgen. „Kantate“ (Singet!) gehört zu den nachösterlichen Sonntagen im Kirchenjahr. „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ (Psalm 98, V.1) Das Singen hat seine Begründung. Es antwortet auf die Erfahrung der Wunder Gottes. An erster Stelle steht natürlich das Osterereignis, die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Das Wunder des Lebens.
Die Einladung zum Singen in den Psalmen bezieht sich auf alle Erfahrungen des Alltags. Gesang ist ein Ausdruck der Freude und des Glücks. Der Gesang hilft uns auch, wenn wir Gott unser Leid klagen. Oder in der Traurigkeit über den Verlust eines lieben Menschen. Der Gesang kann uns auch durch schwierige Situationen hindurch tragen. Und manchmal erleben wir dann auch die kleinen Wunder des Alltags. Eine glückliche Begegnung. Ein unverhoffter Besuch. Trost und Hoffnung durch Worte, die uns stärken. Die Freude an der erwachten Natur. Die Begeisterung für die Schönheit der Schöpfung.
Es ist wissenschaftlich untersucht: Singen ist gut für den Kreislauf. Singen stärkt das vegetative Nervensystem und die Abwehrkräfte. Singen kann sogar die Lebenserwartung steigern. Es gibt so viele Gründe, zu singen, sei es, in einem Chor oder ganz einfach im nächsten Gottesdienst. Darum: Kantate, Singet!
Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof-Bezirk der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn.
Der Beitrag ist erschienen im Westfälischen Volksblatt Paderborn am 1./2. Mai 2026.
